Der Schriftsteller Walter Mehring berichtet, wie Pablo Picasso sich zwischen den Weltkriegen die Zeit auf der Terrasse des Café La Rotonde am Montparnasse vertrieb, indem er für sein Gefolge die stilistischen Mätzchen der Malerkollegen (und Rivalen) auf einer Serviette parodierte. Ich wäre gerne dabei gewesen, muss ich sagen. Das Lesen fortsetzen »
Veröffentlicht in Poetik | Getaggt Jules Pascin, Karikatur, Logozentrismus, Pablo Picasso, Walter Mehring | Keine Kommentare »
Sie zeigen die Deformiertheit unserer Gesellschaft, die Abgründe des Kapitalismus, die Widernatürlichkeit von Menschen, die sich lieber, anstatt miteinander zu sprechen, dabei fotografieren, wie sie nicht miteinander sprechen, aber jede Menge Spaß mit ihren Fotoapparaten haben – Berliner Szenen. Heute gibt es in der SZ eine von Jens Bisky, es geht um Bettelei in der Hauptstadt. Das Lesen fortsetzen »
Veröffentlicht in Essays | Getaggt Berliner Szenen | Keine Kommentare »
„Sprache ist nicht gleich Sprache“, schreibt mir einer meiner zahlreichen engagierten Leser (manche von ihnen sind freilich auch bloß polemisch und kniekehlentreterisch). Und er fährt sehr richtig fort: „Es gibt eine bildliche, sinnliche, poetische, anschauliche und eine begriffliche, abstrakte, allgemeine, akademische, philosophische usw. Sprache. Der Logozentrismus bezieht sich auf Das Lesen fortsetzen »
Veröffentlicht in Essays | Getaggt Blogozentrismus, Logozentrismus | 1 Kommentar »
Ein Büro, das zu einem Fernsehproduktionskomplex gehört. Es ist gut, aber nicht verschwenderisch ausgestattet. Ein Mann sitzt an seinem Schreibtisch. Es ist spät, er sollte längst zu Hause sein. Die Fernsehshow, die er redaktionell betreut, läuft seit einer Viertelstunde. Er arbeitet noch an ein paar Texten, macht sich Notizen. Er hatte einige Einfälle, als er gerade seinen Aktenkoffer schloss. Das passiert ihm öfter. Manchmal führt er das auf das Entlastungsmoment des Aufbrechens zurück, manchmal auf bloßen Zufall. Sofort setzte er sich wieder hin, um die Einfälle zu Papier zu bringen. Das Lesen fortsetzen »
Veröffentlicht in Fiktionen | Getaggt Demut, Format, Handwerk | 1 Kommentar »
Was ist Logozentrismus? Ein Denken, das den Primat der Sprache in den Mittelpunkt rückt, auf Kosten der Bildlichkeit. Es gibt die Sprache der Bilder, und es gibt die Sprache der Fakten. Die Fakten sind immer sprachlich vermittelt, auch wenn der Fakten-Fakten-Fakten-„Focus“ mit Schautafeln, Grafiken und Tabellen nur so um sich wirft. Das Lesen fortsetzen »
Veröffentlicht in Essays | Getaggt Logozentrismus | 1 Kommentar »
… ein Trottel - ich habe nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass ich Dich dafür halte. Du warst immer mein Sorgenenkelkind. Aber mir scheint, Du seist allmählich auf einem guten Weg.
Ich jedenfalls wünsche Dir alles Gute und drücke Dir die Daumen. Das Lesen fortsetzen »
Veröffentlicht in Irrlichter | Getaggt Brief vom Opi | Keine Kommentare »
Es fällt generell auf, dass man in Deutschland gerne meckert, sobald man einen Stift in der Hand hält. Die Aussicht, jetzt Tinte verschmieren zu müssen, verwandelt sich in den Wunsch, Gift zu verspritzen. Sobald einer auf Deutsch schreibt, schreibt er direkt mit seiner schwarzen Galle. Geifer, geifer, geifer. Das Lesen fortsetzen »
Veröffentlicht in Poetik | Getaggt Gesellschaftsveränderung, Nationalsozialismus, RAF, T. C. Boyle, Thomas Pynchon, Tom Robbins | 1 Kommentar »
„Gefällig?“
„Hey“, sage ich, „Herr B., nimm’s nicht so schwer. Der redet doch bloß.“
„Hat er gerade gesagt.“ Herr B. macht sich aus meiner Umarmung los, ballt die Fäuste, blickt wütend. „Hat dieser Sack wirklich gerade gesagt, mein Film sei ‚gefällig’?“
„Na, was wurmt dich daran denn so?“
„Was mich daran wurmt?“ Das Lesen fortsetzen »
Veröffentlicht in Fragmente | Getaggt Herr B. | Keine Kommentare »
„Blogo“, sagt ein befreundeter Philosoph, der in einer europäischen Metropole beheimatet ist und sich deshalb durch ein beeindruckendes Lektürepensum auszeichnen muss, „hast du eigentlich auch nur zehn Prozent von den Texten, die du in deinem seltsamen Blog zitierst, gelesen, sag mal?“
„Zehn Prozent?“ rufe ich aus. Das Lesen fortsetzen »
Veröffentlicht in Irrlichter | Getaggt Lektüreerlebnisse | Keine Kommentare »
Zweifelt einer von Ihnen ernsthaft daran, dass wir in einer Gesellschaft des Turbo-Egoismus leben? Wohl kaum, hoffe ich. Je enger die Fluchtwege werden, durch die wir uns in eine lebbare Zukunft retten könnten, desto unerbittlicher wird das Klima der zwischenmenschlichen Konkurrenz. Das Lesen fortsetzen »
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