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night once more

“Seltsam, jetzt auf diesem Scherbenhaufen zu stehen, auf diesen Relikten des großen Scherbengerichts.”
- Was?
- Ich lese nur vor, was Bob auf seiner Schreibtischunterlage notiert hat.
- Und immer noch kein Lebenszeichen?
- Nein. Mitten über dem Atlantik – weg.
- “Gerichtstag über sich selbst halten, Herr Ibsen, eine schöne Idee — aber bitte in einem ordentlichen Zivilverfahren, nicht wahr? Blogo gegen Zentriker. So aber? Wenn jeder daher kommt und seine Scherbe hinlegt, vom rätselhaften Dr. Nostradamus bis zum ominösen bobbowitsch? Weiterlesen »

- Wann werden Sie zurückkehren?
Sie sah mich traurig an. Ich schenkte ihr ein Lächeln. Wenn man oben auf einem Pferd sitzt, fest im Sattel auf dem sprichwörtlichen hohen Ross, dann hat man gut lächeln.
- Ich kehre nicht zurück, sagte ich. Mein Abenteuer ist vorbei. Ich werde jetzt dem Rat einer klugen Freundin folgen, die einst zu mir sagte: “Geh heim und führ ein stilles Leben!”
- Und, sie schluckte, ich?
- Sie? Weiterlesen »

Swoosh

Draußen rutschen kleine Kinder in bunten Jacken, dicke Schulranzen auf dem Rücken, juchzend über das knochenharte Eis. Sie sind auf dem Heimweg von der Schule. Das Blau am Himmel verblasst, das Backsteinrot der Basilika wird fahl. Sogar die Geräusche verlieren an Klarheit und Glanz, in dieser Stunde, bevor die Lampen anspringen.

Während sich das Leuchten aus der Welt zurückzieht, erstrahlt das Licht freitäglicher Freiheit in mir, und mein rechter Fuß gleitet davon, auf dem spiegelglatten Grund. Weiterlesen »

Maschinensprache

Wenn einer denkt, irgendwo, in irgendeiner Organisation, da stecke ein Geist drin, dann ist er entweder ein Idealist oder ein Spinner. Was ja wohl auf ein und dasselbe hinausläuft, letzten Endes. Organisationen sind einfach riesengroße Maschinen, deren Aufgabe es ist, aus menschlichen Hoffnungen zerstörte Leiber zu machen. Organisationen entziehen dem menschlichen Organismus das Wertvollste, nämlich die träumerische Substanz. Weiterlesen »

“Kundschaft!”

Leutchen, denen man die Tür aufhalten muss, damit sie einen demnächst wieder beehren? Text-Konsumenten, die Anspruch auf ein bisschen zwischenmenschlichen Mehrwert haben, auf das Benefit ständigen sofaseligen Gequassels? Nee, so sah ich die Leser des “Blogozentrikers” eben nie! Vielleicht sah ich in ihnen dann sogar eher noch Verwandtschaft — im Sinne allerdings einer Wahl-Verwandtschaft. Bloß nicht Bluts-, jenes Bluts nämlich, mit welchem immer das Blut gemeint ist, das die Verwandten am liebsten fließen ließen … nein, eine geistige Affinität, ein freundliches Wiedererkennen des einen oder anderen Charakterzugs im Fremden womöglich, eine vorsichtige Sympathie … so etwas hatte ich im Sinn … Weiterlesen »

Wir alle sind natürlich fest davon überzeugt, dass wir kein Klischee seien. Sondern ein pulsierender, atmender, lebendiger, ganz und gar unverwechselbarer Mensch.
Etwas Einmaliges. Ein Prototyp. Direkt von der Quelle stammend. Weiterlesen »

Ein guter Satz, ein wahrer Satz. Jeder Mensch ist zumindest in seinen Träumen ein echter Poet. Daran gibt’s keinen Zweifel. Aber auch die Kunstfertigkeit, die dazu gehört, sich alltäglich eine Welt zu konstruieren, die einem nicht sofort auf den Kopf fällt. Eine Welt, die man aushält. Mit sich selbst, einem seiner selbst unbewussten, blinden, gehörlosen Gehirn, als Zentrum. Auch das ist die Leistung eines Artisten, der ratlos unter der Zirkuskuppel hängt. Was jetzt? Weiterlesen »

Obliteratur

Und darum weicht die herrschende Literatur eben dem tatsächlichen allgemeinen Zustand aus, bleibt freiwillig hinter dem Wirklichen zurück. Sie kuschelt sich ein in Minderheitenproblematiken, wickelt sich blutgetränkte Lappen um den Kopf, anstatt den Kampf aufzunehmen. Eher weiß sie für die Vergangenheit Rat als für die Gegenwart. Eines der Symptome in dieser Richtung sind die aktuellen Theaterschließungen, die als Mode von Wuppertal aus die ganze Republik zu erfassen drohen.

Larmoyant die Notwendigkeit von Kultur zu behaupten, hilft da natürlich gar nichts! Wichtig wäre der Nachweis, dass ohne Kultur tatsächlich etwas Zentrales in den Menschen erstürbe, sicherlich etwas, das den Menschen bewusst gar nicht zugänglich ist. Weiterlesen »

Und dann hatte es ihn aufgelöst. Das ständige Angestarrtwerden. Wer hielt das schon aus? Jeder wollte etwas von ihm. Jeder wollte von ihm den Arsch gepinselt haben.
Bob zog sich noch ein Stück weiter in die Nische zurück, griff nach seinem Bier wie nach einem Schwert. Seine Blicke wanderten immer wieder zum Zigarettenautomaten hinüber. Dabei rauchte er schon seit zwei Jahren nicht mehr. Seit zwei Jahren hielt er sich aus allem raus. Seit zwei Jahren war er Mr. Vernünftig. Weiterlesen »

Energie

- Wissen Sie, Balzac, sagte Bob, und dann stierte er doch nur wieder in seinen Kaffee. Er nickte mechanisch.
Ich machte mir echt Sorgen um meinen alten Kumpan.
- Hey, Bob, sagte ich. Das wird schon wieder!
Er lächelte leer.
- Ja. Klar.
Es war kaum zu verstehen, wenn er redete. Weiterlesen »

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