Bis zum Schlusspfiff zitterten die deutschen Fans. Würde ein Wunder alla turca passieren? Ein, zwei Tore in letzter Sekunde? 0:1, das ist ein Spielstand, bei dem noch alles möglich ist. Einer neben mir auf der Kneipenbank drückte seine Daumen so stark, dass sie brachen.
Archiv für Juni 2008
Finale, oh weh!
Veröffentlicht in Irrlichter, Getagged EM 2008, Endspiel, Europameisterschaft am Juni 30, 2008 | Kommentar schreiben »
Das Werk ist tot, es lebe das Fragment!
Veröffentlicht in Essays, Getagged Zygmunt Bauman, Partikularisation, Zapping, Geldströme, Datenströme, Kulturpessimismus am Juni 30, 2008 | 1 Kommentar »
Als Kulturpessimist frage ich mich natürlich: Woran liegt es, dass wir nur noch in Fragmenten, nicht mehr in Ganzheiten denken können? Ganz klar, unser Weltbild wird nur noch von einer Hand determiniert. Das bedeutet natürlich Partikularisation.
Der Saft endet immer in der Speisekammer
Veröffentlicht in Irrlichter, Getagged Bibliotheken, Buchkultur, Götzendienst, Kierkegaard, Zitate am Juni 27, 2008 | Kommentar schreiben »
Der Titel dieses Textes ist reichlich kryptisch, nicht wahr? Wenn Sie Aufklärung wünschen, empfehle ich Ihnen Kierkegaards „Philosophische Brosamen“, die dtv-Ausgabe, die auch die „Unwissenschaftliche Nachschrift“ enthält. In einer Fußnote zur Seite 124, Zeile 1, wird mein Titel erklärt.
Finale, oh-ho!
Veröffentlicht in Irrlichter, Getagged Ballack, die Klitschkos, Klinsmann, Klose, Philipp Lahm, Rüştü am Juni 26, 2008 | Kommentar schreiben »
Muss man sich wieder schämen, ein Deutscher zu sein? Z. B. das Spiel gestern. Okay, die Türken haben wir „durch die Wand getreten“, wie Neu-Bayern-Coach Jürgen Klinsmann gesagt hätte. Aber mit welchen Mitteln! Zweimal liefen wir einem Rückstand hinterher. Gegen die Türken!
Worum geht’s eigentlich bei Ihrer Kunst, sagen Sie mal?
Veröffentlicht in Fragmente, Getagged Dialog, Magrittes Pfeife, Zeichenhaftigkeit am Juni 25, 2008 | Kommentar schreiben »
- Die Zeichenhaftigkeit der Sprache. Die stelle ich aus.
- Echt? Wow. Aufregend.
- Nicht wahr?
- Machen Sie mal.
Das Untergewicht der Welt
Veröffentlicht in Poetik, Getagged Bleistift, Peter Handke, Thomas Pynchon, Waldlichtung, William Gaddis am Juni 24, 2008 | 1 Kommentar »
Manchmal frage ich mich schon, was die Leute da lesen. Handke. In einer morawischen Nacht aus einem stillen Haus zu gehen – schön und gut. Aber wozu? Um dann, völlig politikblind, durch Serbien zu irren, auf der Suche nach den heilen Momenten eines Bürgerkriegs? Nicht, dass ich Handkes Kunst abwerten möchte wegen seiner politischen Ansichten, [...]
„Du bist echt ein Lieber!“
Veröffentlicht in Essays, Getagged Kierkegaards Braut, Takt, Umgang mit Menschen am Juni 24, 2008 | 1 Kommentar »
Gerade im Zwischenmenschlichen ist manchmal unerhörtes Fingerspitzengefühl gefragt. Denken Sie nur mal an Kierkegaard. Der gab damals seiner Braut ja den Laufpass, um aus diesem tragischen Stoff sein Lebenswerk zu stricken. Noch heute sind wir ihm für diese Entscheidung dankbar.
Trio Infernal: Angelina, Britney, Amy
Veröffentlicht in Irrlichter, Getagged Amy Winehouse, Angelina Jolie, Brad Pitt, Britney Spears, heiße Promi-News, Klatschpresse am Juni 23, 2008 | 3 Kommentare »
Brad Pitt ist nicht solo, weil er mit Angelina Jolie ein Kind bekommt. Er ist zur Zeit also trio – wenn sexuell dabei für ihn auch nicht viel raus springen dürfte, haha. Heißeren Promi-Klatsch gibt’s aus L. A. oder New York oder London.
Das Trachten der Umzüge
Veröffentlicht in Fragmente, Getagged Familiengeschichten, Freundschaft, Tiefenpsychologie, Umzugshelfer, Weltraumflug am Juni 23, 2008 | 1 Kommentar »
„Aber, Attila!“ sagte Zucker beschwörend. Sehr langsam, mit einer sanften Bewegung, legte er seine schmale, nervöse Hand flach auf den kleinen runden Cafétisch aus imitiertem Marmor. Der silberne Löffel, der braune Schatten in der Kaffeetasse. Alles wie früher. Man hätte denken können, in Köln zu sitzen, im Schatten der Kastanien, oder in München, oder in [...]