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Archiv für Juli 2008

Lieber Blogo, Du bist …

… ein Trottel – ich habe nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass ich Dich dafür halte. Du warst immer mein Sorgenenkelkind. Aber mir scheint, Du seist allmählich auf einem guten Weg.
Ich jedenfalls wünsche Dir alles Gute und drücke Dir die Daumen.

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Es fällt generell auf, dass man in Deutschland gerne meckert, sobald man einen Stift in der Hand hält. Die Aussicht, jetzt Tinte verschmieren zu müssen, verwandelt sich in den Wunsch, Gift zu verspritzen. Sobald einer auf Deutsch schreibt, schreibt er direkt mit seiner schwarzen Galle. Geifer, geifer, geifer.

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Herr B. und Herr Amok bei der Weinprobe

„Gefällig?“
„Hey“, sage ich, „Herr B., nimm’s nicht so schwer. Der redet doch bloß.“
„Hat er gerade gesagt.“ Herr B. macht sich aus meiner Umarmung los, ballt die Fäuste, blickt wütend. „Hat dieser Sack wirklich gerade gesagt, mein Film sei ‚gefällig’?“
„Na, was wurmt dich daran denn so?“
„Was mich daran wurmt?“

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„Blogo“, sagt ein befreundeter Philosoph, der in einer europäischen Metropole beheimatet ist und sich deshalb durch ein beeindruckendes Lektürepensum auszeichnen muss, „hast du eigentlich auch nur zehn Prozent von den Texten, die du in deinem seltsamen Blog zitierst, gelesen, sag mal?“
„Zehn Prozent?“ rufe ich aus.

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Oh, ich! Ach, ich! Ich!

Zweifelt einer von Ihnen ernsthaft daran, dass wir in einer Gesellschaft des Turbo-Egoismus leben? Wohl kaum, hoffe ich. Je enger die Fluchtwege werden, durch die wir uns in eine lebbare Zukunft retten könnten, desto unerbittlicher wird das Klima der zwischenmenschlichen Konkurrenz.

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Man kann Urmel nicht genug dafür rühmen, dass er der Kultur alten Stils die Treue hält. Er „läßt sich von der unabänderlichen Tatsache nicht beirren (aber doch irritieren!), daß die Leser alten Stils, für die Bildung (literarisch, musikalisch, cineastisch usw.) ein erstrebenswertes Gut darstellte, nach und nach ins Grab sinken und ihnen keine lesende Generation [...]

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… sitzt einer, von Haus aus Philosoph, jetzt mit gänzlich anderen Dingen beschäftigt, nämlich mit Meta-Journalismus. Meta-Journalismus ist eine Erscheinung der Neuen-Medien-Kultur. Ich will den Witz, den Sinn des Meta-Journalismus kurz erklären:

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Die Amis sind bekanntlich …

… Blender, sie blecken die Zähne, perlweiß perlt ihr Zahnweiß auf uns nieder. Wir Europäer, kritisch und kulturpessimistisch abgehärtet, können so viel Seinsfröhlichkeit kaum fassen. Und kneifen die Lippen aufeinander. Unser Mund, ein Gedankenstrich, der eine beinharte Pointe ankündigt.
Oder?

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Der General

Es war eine dieser Limousinen, von denen man denkt, man würde nie in ihnen sitzen. Danny Schwarz zumindest hatte das immer gedacht. Gefühlte 50 Meter lang, cremefarben. Sehr bequem, von der Polsterung her, aber man sollte sich nicht gerade einen Scharfschützen als Mitinsassen aussuchen, der gerade den Vorstandsvorsitzenden eines der größten Konzerne des Landes abgeknallt [...]

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Auf der Straße, mitten in einer Springflut von Passanten, hält mich Magnus Klein an. Ich hatte gehofft, mich an ihm vorbei stehlen zu können, doch bei solchen Typen hat man keine Chance. Die haben ein Radar im gestörten Kopf. Magnus ist wieder mal total überdreht, fängt gleich mit seinem philosophischen Kram an: „Hey, Blogo. Wie [...]

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