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Weblog-Archiv für 16. Juli 2008

- Du, Georg?
- Ja? Was denn? Lieber?
- Warum frisst du von früh bis spät Cornflakes? Wenn ich fragen darf?
- Ach, du – ich mach da gerade so eine Anzeigenkampagne … Identifikation. Capito?
- Ah, so. Klar.

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Gibt es überhaupt noch eine Sprache, die heute auf Papier glaubwürdig wäre? Ich meine diese Frage ganz ernst; heutzutage verschafft man seinem Gesabbel in der Öffentlichkeit ja Glanz durch Anglizismen, durch schieren Nonsens oder durch Trend-Fremdwörter wie „Event“ oder „Premium“. Dieser Talmi scheint von der Sprache nicht mehr abzukratzen zu sein.

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Die Sprache, die wohlgesetzte, mit Bedacht verwendete, von der kein überhastet sich selbst ironisierender Gebrauch gemacht wird, erweckt hierzulande immer stärkeren Argwohn. Dieser Soupçon schlägt sich gar in einer Buchfeindlichkeit nieder, von der sich selbst auf den virtuellen Pixel-Seiten des Blogozentrikers Spuren finden.

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Blind, und nicht mal Date

„Es bringt doch nichts, wenn wir immer und immer wieder die Schuld bei uns selbst suchen“, sagte unser Redaktionslyriker und Plattenkritiker. „Bin ich denn BMW, entlasse ich 8.000 Mitarbeiter, um die Profite zu erhöhen? Bin ich der Nachrichtensprecher, der wie ein Geisteskranker bei seinen Anmoderationen die Tonlagen wechselt? Von Himmelhochjauchzend zu tödlich Betrübt?“

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