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Weblog-Archiv für 23. Juli 2008

Der Schreiber formt sich sein Publikum

„Natürlich kannst du mit allen abrechnen, Mister Bee“, sagt der Typ hinter mir. Er patscht mir seine dicke, schmutzige Hand auf die Schulter. Er trägt so einen Hut, wie die Amerikaner sie in den 40ern und 50ern trugen, mit breiter Krempe und Schweißband, keck schief in der Stirn.

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Herr B., wie er von seinen Feinden genannt wurde – seine Freunde nannten ihn „Blogo“, mit breitem Grinsen –, stieg auf die Leiter. In die Decke hatte er, vor Jahren schon, einen Haken gebohrt. Das Ding war stabil, so zart es scheinen mochte. Das war das Wunder des Stahls, bewerkstelligt mit einer Bohrmaschine. Und endlich [...]

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Eben schreibe ich an einem Artikel mit dem Titel: „Daheim im Jargon“ (Auszug: „Die Formulierungen waren gewissermaßen Projektile, in die der Aufständische sich setzen konnte, um sich in den Leib des Feindes – der verkehrten Verhältnisse, des falschen Lebens – abfeuern zu lassen.

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Brautwerbung

„Wer sagt, dass Sie derjenige sein werden, der meine Tochter zu diesem Ball ausführt, Danny? Wer sagt, dass Sie heute Abend noch am Leben sein werden?“
Der General maß mich mit einem vergnügt-verächtlichen Blick. Du meine Güte, dachte ich. Ich sagte:
„Soll das eine Drohung sein, Herr General?“

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Der Kritikaster ist bekanntlich ein Mensch, der Überraschungen scheut. Am liebsten ist nach seinem Gusto alles so, wie es seinem Ideal entspräche. Das klingt jetzt natürlich so, als gäbe es für ihn ein fixes Ideal. Dem ist allerdings mitnichten so.

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