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Archiv für August 2008

Der Schriftsteller Walter Mehring berichtet, wie Pablo Picasso sich zwischen den Weltkriegen die Zeit auf der Terrasse des Café La Rotonde am Montparnasse vertrieb, indem er für sein Gefolge die stilistischen Mätzchen der Malerkollegen (und Rivalen) auf einer Serviette parodierte. Ich wäre gerne dabei gewesen, muss ich sagen.

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Berliner Szenen

Sie zeigen die Deformiertheit unserer Gesellschaft, die Abgründe des Kapitalismus, die Widernatürlichkeit von Menschen, die sich lieber, anstatt miteinander zu sprechen, dabei fotografieren, wie sie nicht miteinander sprechen, aber jede Menge Spaß mit ihren Fotoapparaten haben – Berliner Szenen. Heute gibt es in der SZ eine von Jens Bisky, es geht um Bettelei in der [...]

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Wer schreibt, der bleibt

„Sprache ist nicht gleich Sprache“, schreibt mir einer meiner zahlreichen engagierten Leser (manche von ihnen sind freilich auch bloß polemisch und kniekehlentreterisch). Und er fährt sehr richtig fort: „Es gibt eine bildliche, sinnliche, poetische, anschauliche und eine begriffliche, abstrakte, allgemeine, akademische, philosophische usw. Sprache. Der Logozentrismus bezieht sich auf

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Das ist leicht übertrieben

Ein Büro, das zu einem Fernsehproduktionskomplex gehört. Es ist gut, aber nicht verschwenderisch ausgestattet. Ein Mann sitzt an seinem Schreibtisch. Es ist spät, er sollte längst zu Hause sein. Die Fernsehshow, die er redaktionell betreut, läuft seit einer Viertelstunde. Er arbeitet noch an ein paar Texten, macht sich Notizen. Er hatte einige Einfälle, als er [...]

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Was ist Logozentrismus? Ein Denken, das den Primat der Sprache in den Mittelpunkt rückt, auf Kosten der Bildlichkeit. Es gibt die Sprache der Bilder, und es gibt die Sprache der Fakten. Die Fakten sind immer sprachlich vermittelt, auch wenn der Fakten-Fakten-Fakten-„Focus“ mit Schautafeln, Grafiken und Tabellen nur so um sich wirft.

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