„Na ja“, sagt dieser Dramaturg. „Ich bin da eigentlich gnädiger als meine Kollegen. Ich meine. Weil ich doch selbst mal einer werden wollte. Regisseur. Als Kind hab ich immer davon geträumt, Regisseur zu sein. Beim Film zwar. Aber immerhin. Wenn man dann selbst gescheitert ist, in gewissem Sinne, vielleicht hat man dann prinzipiell einen gewissen [...]
Archiv für Oktober 2008
Fragmente einer Sprache der Lieblosigkeit
Veröffentlicht in Fiktionen, Getagged Banausen, Dilettanten, Herr und Knecht, Herrschaftswillen, Künstler, Provinz, Scheitern, Theater am Oktober 31, 2008 | Kommentar schreiben »
Eine Art von Sommernachtstraum
Veröffentlicht in Fiktionen, Getagged Heiratspolitik, künstlerische Visionen, Kloster, Shakespeare, Theater am Oktober 31, 2008 | Kommentar schreiben »
Die Dramaturgin war wirklich verzweifelt. Man konnte es ihr ansehen. Sie wusste nicht, was sie jetzt noch sagen sollte.
„Aber, Thorsten“, fing sie an. Sie biss sich auf die Lippen; sie fühlte sich schrecklich. „Thorsten“, sagte sie, „wenn du privat jemanden kennst, eine junge Frau, deren Vater.“
Sie brach ab. Das war doch wirklich alles total bescheuert. [...]
Im Ohr des Regisseurs
Veröffentlicht in Fiktionen, Getagged Ausrufezeichen, Drehbuchautor, Hitler-Vergleich, Polizei, Presse, Skandal am Oktober 31, 2008 | Kommentar schreiben »
- Er schrieb unermüdlich weiter. Auch wenn er schon längst nicht mehr wusste, für wen und zu welchem Zweck. Das Schreiben war für ihn mittlerweile ebenso essentiell wie das Atmen. Wenn er nicht das Klappern seiner Tastatur hörte, glaubte er, er wäre bereits tot.
Und es gibt ja leider …
Veröffentlicht in Irrlichter, Getagged Satzbau am Oktober 30, 2008 | Kommentar schreiben »
… so verdammt wenig Sätze, die wirklich geschrieben werden müssen!
Man verbietet sich ja schon …
Veröffentlicht in Essays, Getagged Börsencrash, Fonds, Glücksgefühle, Leben auf dem Fließband, Malt Whiskey am Oktober 30, 2008 | Kommentar schreiben »
… jedes menschliche Gefühl, damit man überhaupt noch mitkommt bei diesem ganzen. Rat race. Wäre das das Wort? Das eben ist das Problem. Uns fehlen schon die Worte, die Wörter für unsere Misere. Für dieses Leben am, auf dem Fließband.
In einem Büro, irgendwo, in einer kleinen Stadt
Veröffentlicht in Fiktionen, Getagged ANTIGONE, Ödön von Horváth, Mülleringer, Oktoberfest, Riesenbreze aus Holz, Theater am Oktober 29, 2008 | Kommentar schreiben »
- Wie schön, dass Sie die Zeit gefunden haben. Wie geht es Ihnen? Und Ihrem Sohn? Ach, ja? Ja, das ist so ein Alter … Apropos. Frau Reinhart hat mir da ein paar alarmierende Zahlen … da ist doch das Komma verrutscht, oder? Sehen Sie mal.
Klinsi, die Schwabenschwuchtel mit dem Erfolgs-Gen
Veröffentlicht in Fiktionen, Getagged FC Bayern München, Gottfried Benn, Jürgen Klinsmann, Madness, Poetik, Proust, Stil am Oktober 28, 2008 | Kommentar schreiben »
„Deutschland jubelt, und das heißt: Es werden Fahnen geschwenkt. Und nicht zu knapp. Weiß-rote Fahnen, in diesem Falle. Bei der WM im eigenen Lande waren’s ja noch schwarz-rot-goldene. Endlich ist wieder ein Führer aufgetaucht, und diesmal kommt er nicht aus einer Kunstakademie (wenn auch gescheitert), auch nicht aus Österreich.
Der Weg in den Terror: Spuren einer schleichenden Radikalisierung
Veröffentlicht in Poetik, Getagged Alkoholismus, Terror der Werbung, Arschgeigen am Oktober 28, 2008 | Kommentar schreiben »
Auf meinem Schreibtisch eine Postkarte, roter Hintergrund, weiße Buchstaben. DIE WAHRHEIT ÜBERS LÜGEN. Genau, denke ich, Versalien. Bammbalammbamm, bamm, bamm. Mir gefällt’s.
Underground-Ästhetik
Veröffentlicht in Fiktionen, Getagged Herostrat, Jean-Paul Sartre, Marburg an der Lahn, Monolog, Rebell, Untergrund am Oktober 27, 2008 | Kommentar schreiben »
Schon verrückt. Der zu sein, der. Ich meine. Dieser Auftrieb. In den Fernsehnachrichten. Sie suchen mich. Und ich? Das ganze Land. Polizei. Hubschrauber. Straßensperren. Schon verrückt. Wälder werden durchkämmt. Warum eigentlich? Früher hat niemand nach mir gesucht. Niemand hat nach mir gefragt. Und plötzlich sind sie alle verrückt nach mir.
Auf dem Flur, en passant
Veröffentlicht in Fiktionen, Getagged Kulturbürokratismus, kulturpolitische Dialoge, Scheitern als Chance am Oktober 27, 2008 | Kommentar schreiben »
- Das verstehe ich nicht.
- Eine intellektuelle. Also. Wie war das Wort? Handlungshemmung.
- Ich versteh’s nicht, tut mir leid.
- Es gibt doch diese Theorie, derzufolge Denken einfach eine Unterbrechung zwischen Wahrnehmung und Handlung ist.