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Archiv für November 2008

Der 300. Beitrag: „Ich“ heißt die Krankheit

Der Blogozentriker wird 300. 300 Beiträge alt. Vielleicht ist das überhaupt eine gute Zeitrechnung für Blogs: Beiträge. „Wie viele Beiträge wächst Ihrer denn pro Woche? Ach? Ist das nicht ein bisschen viel/wenig?“ Psychoterror hat Platz in der kleinsten Stube, wie Sie sicher wissen.

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Diese Art von Genie

- Diese Art von Genie, sagt Teddy A. Wiesengrund, wie sie beispielweise ein Horváth hat oder ein John Coltrane, natürlich ein Michelangelo, aber auch mindere Geister. Auch mindere Geister können ja von einem Genie beseelt sein.
- Definier das erst mal, Genie, sagt Michi scharf.
- Genie ist, wenn man zu dem, was man tut, keine Alternative [...]

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- Okay. Ich muss es dir leider sagen. Das mit der SCHATTENZONE. Das wird vermutlich nichts. Statt dessen bringen sie DIE RITTER DES GEFÄHRDETEN SCHATZES heraus. Von Tommy Schnell.
- Oh.
- Hey, Georg. Komm. Nimm’s sportlich. Lass den Kopf nicht hängen. Ich meine. Versuch doch, die Sache positiv zu sehen.
- Positiv, ja?
- Ja. Wir können weiter [...]

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Wir schreiben das Jahr 1951. Die Unterwerfung der Hitler-Diktatur liegt sechs Jahre zurück. Innerhalb weniger Monate erscheinen gleich drei Texte, die ganz essentiell aus einer Reaktion auf die Bewusstseins-Industrien von Film, Werbung und Fernsehen hergeleitet werden müssen, und die heute noch eine sensationelle Wucht haben.

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Na, Logo!

Stellen Sie sich vor. Sie haben gerade schön Wasser abgeschlagen, also, Wasser gelassen. Gepinkelt, sozusagen. Auf der Toilette Ihres Unternehmens. Eine lange Reihe blitzend sauberer, strahlend weißer Pinkelbecken, und an einem davon standen Sie und pfiffen sich eins. Und nun waschen Sie sich die Hände, mit angenehm warmem Wasser, reißen zwei Papierhandtücher aus dem Plastikspender [...]

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- Was, äh. Oh. Entschuldigung. Ich wusste nicht.
- Nein, nein, kommen Sie, kommen Sie rein. Es ist ja Ihr Büro.
- Ja …
- Ich spiele nur Anna gerade etwas vor.
- Sie. So.
- Ja, Frau Dehmel wollte mich nur zeigen, wie man den Puck, also, spielt.

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- Für mich ist das weniger eine Frage des persönlichen Geschmacks. Ich sehe das eher als politische Angelegenheit.
- Bob! Was stehst du hier auf dem Flur herum und brüllst in die Luft?
- Georg, ich brülle nicht auf dem Flur herum! Ich telefoniere über mein Handy.
- Oh.
- Mit unserem Boss.

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- Weißt du, also, na ja. Das liegt mir schon auf dem Magen.
- Was?
- Diese Sache mit der Linkliste.
- Oh, nein. Bitte. Bitte nicht.
- Ich meine. Bob. Du schneist hier rein, obwohl du eigentlich gekündigt hattest, und das Erste, was du tust, ist, dass du meine Idee sabotierst.

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Moritz Rinke, z. B.

Moritz Rinke, staatstragender Dichter, der Kanzler-Schröder-Dichter, der „Nibelungen“-Autor, sitzt im Augenblick an seinem ersten Roman, der irgendwann in nächster Zeit bei KiWi erscheinen wird. Das entnehme ich einem Szeneblatt. Wenn diese Nachricht Sie nicht deprimiert, dann bitte ich Sie, die Seiten des Blogozentrikers augenblicklich zu verlassen!

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- Bob?
- Georg. Schön, dich zu sehen.
- Was, äh.
- Ja?
- Was machst du hier?

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