Überstülpt Explosion
Januar 15th, 2009 § 1 Kommentar
Man sei, sagt ein gemeiner, gemeinhin aber auch ganz cleverer Bursche, nämlich der Volksmund (Dr. phil.) – man sei, und zwar jeder von uns, seines Glückes Schmied. Diese Weisheit trifft mich heute hinterrücks mit doppelter Wucht. Denn ich habe Clickrates gewollt, und ich habe sie bekommen. Von „traffic“, glaube ich, spricht man, und mit Verkehr hat das Interesse, das meine Besucher zu mir, auf diese Seiten hier, führt, mehr und mehr zu tun. Ich habe mein Glück geschmiedet, und jetzt ist das Eisen heiß.
„Urin gefriert“ gibt einer ein, und man fragt sich weniger, warum er damit bei mir landet (in einer Episode hat Georg sich, im freien Fall, von oben bis unten mit Urin eingedeckt, um sich eine schützende Ummantelung zu verschaffen); eher schon staune ich, dass jemand mit solchen Suchanfragen um die Häuser zieht – das könnte man doch ganz einfach ausprobieren! Gerade, wenn man so weit ist, dass man für solche Überlegungen zu haben ist. Ich meine, dass passiert einem ja auch nicht in jedem Aggregatzustand, oder?
Okay, an „hypersensibel“ habe ich mich gewöhnt, und zwar in einem Maße, dass ich inzwischen argwöhne, ich sei es doch und eben kein Borderliner, wie der Titel dieses ominösen, rein humoristisch gemeinten Artikels, der nach wie vor wie verrückt aufgerufen wird, nahelegt. Aber was mache ich aus „Überstülpt Votze“? Das ist krass, und es wird nicht milder durch „Schwanz Explosion“, und wie ich dann „Albert Ostermaier geil“ anders verstehen soll als eben so, wie ich es nach „Überstülpt Votze“ und „Schwanz Explosion“ verstehe, das soll mir, bitte, mal einer vormachen! Denn ganz gewiss kann nicht gemeint sei, Albert Ostermaier sei ein geiler Autor, noch weniger ein geiler Verseschmied, und noch weniger – nein, das sage ich jetzt nicht.
Man muss den ein oder anderen Gedanken auch mal für sich behalten können, denke ich. Was sich unterdessen der eine Jemand dachte, der nach “spiele[n] bei denne man menschen einfrieren muss” suchte und von google auf meine Zeilen über “Die Schwierigkeit mit der Verantwortung” verwiesen wurde … ich will’s nicht wissen …