Bierdeckel-Poetik

Januar 15th, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar

- Simon Hirsch, Sie nannten Ihr Verfahren einmal „Bierdeckel-Poetik“. Warum? Was steckt dahinter?
- Ach, nichts weiter. Ich notiere meine Einfälle auf Bierdeckeln. Das ist alles.
- Warum Bierdeckel? Das ist ja interessant!
- Zunächst einmal haben die genau die richtige Größe für meine Einfälle.
- Ihre Einfälle haben auf einem Bierdeckel Platz? « Den Rest dieses Eintrags lesen »

11,95 Euro

Januar 14th, 2009 § 1 Kommentar

Man schreibt es hin, nicht geduldig, nicht mühsam, sondern rasch, aus dem Handgelenk. Kein Mensch dächte darüber nach. Es ist eine Notiz, ein Eintrag im Tagebuch, ein paar Zeilen, die man sofort, wenn man das Buch, orangefarben und biegsam, Legami, zugeklappt hat, wieder vergisst. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Darum Kunst

Januar 14th, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar

Die Welt bricht über einen herein, und man steht fassungslos. Wem das nicht so geht, Tag für Tag, der braucht nicht weiterzulesen. Der liest hier nur eine Fallstudie, eine Autopathologie. Wem eine Haltung zur Welt ganz natürlich ist, wie ein Maßanzug, nirgendwo schlackert es, nirgendwo zwickt’s, der hat Kunst nicht nötig. Gleichwohl mag er mit ihr eine Menge Geld machen, denn Geld, das steht fest, hat er nötig, um seine Daseinsfreude zu finanzieren – wahrscheinlich ist er Autor von « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Nicht schon wieder Beuys, bitte!

Januar 14th, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar

Zwei Dinge reizen die Leser des Blogozentrikers offensichtlich am meisten zum Nachdenken: die Frage, ob Hypersensibilität nun existiert oder nicht, und das Problem Beuys – oder „Die Wunde Beuys“, wie ich, anspielend auf einen berühmten Essay von Theodor W. Adorno, in dem dieser sich mit Heinrich Heine auseinandersetzte, hier jetzt einmal … wo war ich? « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Anstelle eines Tagebucheintrags

Januar 13th, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar

Zunächst einmal fand ich diese Halle nicht besonders einladend. Schon der Name, „LaOla“. Das Konzept war clever, klar. Einfach alte Tennishallen – wer spielt heute noch Tennis? – umrüsten zu Fußball-Arenen. Kunstrasenfelder, Netze drüber gespannt, fertig ist ein neuer Volkssport. So eine Mischung aus Squash und Fußball. Und Eishockey ist auch noch drin. Der Ball kann ja nie ins Aus gehen. Abseits gibt’s nicht, Freistöße eigentlich auch nicht. Es gibt nur ein wildes Herumgekicke. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Vaginalproblematik

Januar 13th, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar

Dass mir einer, also. Wenn mir einer die Fotze einer fremden Frau. Also einer Frau, die ich definitiv nicht kenne, die ich auch überhaupt nicht kennen kann, weil es diese Frau nämlich gar nicht gibt. Nicht in der Realität. Meinetwegen gibt’s die in der Phantasie des Autors, diese Frau, oder sonstwo im Autor, meinetwegen auch in dessen Arsch. Aber dass der eine mir völlig fremde Person vor mir so ausstülpt, dass ich gar nicht anders kann, als mich mit deren Vaginalproblematik zu befassen. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Ach, Amok!

Januar 12th, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar

Also noch mal. Mein Gesicht, zum zweiten Mal zum letzten Mal. Beim letzten Mal war’s ja ziemlich schief gegangen, die Geschichte mit dem letzten Mal. Zur Erinnerung: Georg hatte, im Zusammenspiel mit dieser furchtbaren, wahnsinnig brutalen Stewardess, meinen Terrorauftritt scharf ausgebremst. Dabei war ich gerade so schön in Fahrt gewesen mit meiner täuschend echten Revolverattrappe! Alles hatte sich perfekt angelassen. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Dialog aus dem Spartenprogramm, 22:15 Uhr

Januar 11th, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar

ALEXANDER KLUGE: Was ist eigentlich der Blues? Wenn Sie das mal.
ROBERT JOHNSON: Der Blues, das ist. Wie soll ich das erklären? Du musst die Natur der Dinge erkennen. Du musst das nackte Gerippe des Lebens geschaut haben, bevor du. Im Grunde ist der Blues die Kunst, Ich zu sagen. Du weißt, dass du nur eine Figur in einem Schachspiel bist. Du kannst es dir nicht aussuchen. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Vom Leben schreiben

Januar 11th, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar

Die Zeiten, da mancher sich dachte: „Mensch, singen kann ich nicht, schreiben kann ich nicht, denken kann ich nicht – da werd ich doch Kulturreferent!“ – diese Zeiten sind leider vorbei. Heute sind die Jobs knapp, und die Bandagen sind hart, gerade im Bereich der Kultur. Die meisten von uns sind schlicht und einfach zu sensibel für den Kulturbetrieb, und das ist eine gute Nachricht für die Werbewirtschaft.

- Werbung wäre natürlich auch eine Möglichkeit. Ich finde das keineswegs anstößig. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Vom Schreiben leben

Januar 11th, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar

Ich bin bei einem Start-up-Unternehmen am Stadtrand angestellt und schreibe Internet-Texte für einen Stromriesen, ONE. Neulich haben die reklamiert, ich hätte über Kernenergie zu negative Ansichten, das solle ich bitte ein bisschen stärker ins Positive bügeln; außerdem muss ich Link- und Bücherlisten nachliefern. Unentgeltlich, versteht sich. Das sei alles in der einmalig ausgezahlten Auftragssumme enthalten. Damit werde ich mich also die nächste Woche herumschlagen dürfen. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Wo bin ich?

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