„Nein, klar, das merken wir ganz deutlich.“ Es irritiert zunächst einmal, Bob Macha, den Herausgeber des Blogozentrikers, ernst zu erleben. Er, der sonst durch die Maskenhaftigkeit seiner guten Laune eine ganze Branche verstört, zieht uns jetzt den Boden unter den Füßen weg mit einem elegischen Ton. „Wenn ich mir nicht die Mühe mache, einen meinungsstarken [...]
Archiv für Februar 2009
Dünnbrettfahrer
Veröffentlicht in Fiktionen, Getagged "The Wrestler", Comeback, Filmgeschichte, Madonna, Mickey Rourke, MILK, Oscars, Sean Penn am Februar 27, 2009 | Kommentar schreiben »
- Ich meine, Georg. Mickey Rourke. Wir reden hier nicht von.
- Ja, jetzt hör doch mal.
- Nein, dieses Comeback, dieser Wahnsinn. Das Comeback des Jahrhunderts. Dieser Typ, von der Branche längst fallen gelassen, der Hollywood den Arsch gezeigt hat, den Stinkefinger, wie eine heiße Kartoffel. Der gesagt hat.
- Trotzdem. Sean Penn. Ich meine. Ist das [...]
Arschkalte Gefühle
Veröffentlicht in Fiktionen, Getagged Jugendsünden, Schatten der Vergangenheit am Februar 27, 2009 | Kommentar schreiben »
- Ich war jung.
- Wie jung kann man sein.
- Ich war jung.
- Du hast sie tatsächlich.
- Wenn man jung ist.
- Aber. Du. Bob?
- Was soll ich. Ich war jung.
Die Müdigkeit, die über uns kam
Veröffentlicht in Irrlichter, Getagged Idealismus, Napoleon, Realpolitik, Talleyrand am Februar 26, 2009 | Kommentar schreiben »
Talleyrand wurde seinerzeit von keinem Geringeren als Napoleon angefaucht, er sei „Scheiße im Stützstrumpf“. Meine Güte, ein hartes Wort! Man bewegte sich auf die Romantik zu, warf sich idealistisch in die Brust, deklarierte Menschenrechte am laufenden Band. Da war so eine abgefeimte Type wie Talleyrand natürlich das Letzte. Aber am Ende?
Dieser Typ hält sich einfach für den Geilsten
Veröffentlicht in Fiktionen, Getagged Adelsprädikat, Pseudonym am Februar 26, 2009 | Kommentar schreiben »
- Krösus von Krummbein?
- Genau, ja.
- Was ist das denn für ein bescheuerter, also, Name?
- So nennt er sich.
- Bob?
- Ja.
- Aber wieso unterschreibt er. Das ist doch. Ich meine. Im Programmheft. Krösus von Krummbein, das klingt doch vollkommen.
Eine Zweizahl von Seelen
Veröffentlicht in Fiktionen, Getagged Georg und Bob am Februar 25, 2009 | Kommentar schreiben »
- Bob?
- Ja?
- Es ist Zeit.
- Schon?
- Ja. Halb acht.
- Ja. Dann werd ich wohl.
- Ja.
Adrenalin
Veröffentlicht in Fiktionen, Getagged Blogs, Kommentare, Leserreaktionen am Februar 24, 2009 | Kommentar schreiben »
- Sie sind verrückt, Bob.
- Du bist verrückt, Bob.
- Georg.
- Er wiederholt ja nur meine Meinung.
- Um so schlimmer, Dr. Spielvogel.
- Ich bin kein Arzt, Bob.
- Wieso machen Sie mir dann Vorschriften? Machen Sie erst mal Ihren Doktor, dann sehen wir weiter.
- Erinnern Sie sich an letztes Frühjahr?
Okay, da renn ich jetzt mal eine offene Tür ein
Veröffentlicht in Poetik, Getagged Charakter, Kohärenz am Februar 24, 2009 | Kommentar schreiben »
Aber dann ist da natürlich dieses Bedürfnis. Man wünscht sich, als Publikum, eine zusammenhängende Sache, das ist klar, einen Text im klassischen Sinne des Wortes. Von Anfang bis Ende, meinetwegen auch ziemlich assoziativ, das Ganze, aber doch, am Ende, mit Zusammenhang. Sonst hält man das ja einfach auch nicht aus.
Formalismus vs. Selbsttherapie
Veröffentlicht in Fiktionen, Getagged Ausdruckszwang, ästhetischer Schein, Formalismus, Kindheit, Leiden, Selbstausdruck, Sublimierung am Februar 24, 2009 | Kommentar schreiben »
- Scheiße, Bob.
- Scheiße? Inwiefern?
- Deine Sucht nach verzweifeltem Selbstausdruck. Die geht mir.
- Nach?
- Deine Oh-meine-schlimme-Kindheit-Manie.
- Geht dir auf den Sack?
- Natürlich geht mir das.
Endlich: Der Blogozentriker packt aus
Veröffentlicht in Essays, Getagged Crossroads, Mitleidsethik, Nächstenliebe am Februar 23, 2009 | 1 Kommentar »
Ich werde freundlich und freimütig gefragt, und darum muss ich antworten. Warum habe ich diese Vorbehalte gegenüber einem Engagement für Schwächere? Woher diese bitterschwarze Melancholie? Nun, die hab ich schon im Kindergarten in mich eingesaugt, die Melancholie, hab sie einsaugen dürfen, einsaugen müssen. Wohl denen, die ihrem Herzen, das sie unablässig betrügt, unablässig Glauben schenken [...]