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Weblog-Archiv für 23. März 2009

Holger von Weimloch spielte die Rolle eines Menschen, der immer auf der Höhe der Zeit war. Er informierte sich. Obwohl er die Kultur seiner Gesellschaft verabscheute, versuchte er damit so vertraut zu sein wie möglich. Eine gewisse Form von geistiger Eleganz. Er wollte sich nicht überrumpeln lassen.

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- Wir haben doch diesen neuen Kollegen, Georg, diesen Noel Platzmüller. Der Name ist doch eigentlich schon Literatur, wie „Tonio Kröger“, oder?
- Der Riss, der laut Heine durch des Poeten Herz geht und durch die Welt, er geht auch durch so einen Namen.
- Wie auch immer. Ich sag dir eins, Georg, und das meine ich [...]

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- Ich setze mich dann in eine Kneipe, und.
- Stop. Das hier soll ein poetologisches Gespräch werden, und Sie kommen mir mit dieser Scheiße? Ich bitte Sie jetzt noch mal, dass Sie sich ein wenig.
- Aber genau das ist meine Poetik. Ich setze mich in eine Kneipe und beobachte die Leute. Und zu Hause werfe [...]

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- Atmen Sie jetzt bitte noch einmal bei offenem Mund ganz tief ein.
- Ah.
- Und noch einmal?
- Ah.
- Gut. Und noch einmal, bitte.
- Ah.
- Hm. Also, ich kann nichts Besorgnis Erregendes feststellen. Alles völlig normal, Bronchien, Lunge. Seit wann haben Sie denn diesen Husten?

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