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Weblog-Archiv für 25. März 2009

So also funktioniert Lyrik

Es gibt, na klar, die Melancholie der Macht, aber es gibt auch die Melancholie des Scheiterns. Das wollen wir mal nicht vergessen. Nehmen wir z. B. Tommy Schnell. Für wenige Wochen in seinem Leben sah es so aus, als sollte sich doch noch alles zum Besten wenden. Da war dieser Lektor vom Suhrkamp Verlag, der [...]

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Unser Leben

Ich schreib mal ein Gedicht.
Es regnet, und der Himmel ist grau.
Ich sah ihn einst, da war er blau.
Ich war auch blau damals, aber nicht

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Es ist erstaunlich, welche subversive Kraft bis heute der Erfindung der Enzyklopädie innewohnt. Ob man historisch nun zu der von d’Alembert und Diderot nicht nur verantworteten, sondern zu weiten Teilen auch fabrizierten Ur-“Encyclopédie“ greift oder zu Ambrose Biercens „Wörterbuch des Teufels“ oder zur „Kulturgeschichte der Missverständnisse“ von Eckhard Henscheid – immer entzündet diese Form, die [...]

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Tommy Schnell denkt sich nicht viel dabei, als er von einem niedersächsischen Provinztheater den Auftrag erhält, Heinrich Leopold Wagners Trauerspiel DIE KINDERMÖRDERIN „in die Jetztzeit fortzuschreiben“. „Prosaschlaglichter“ verlangt der Vertrag zwischen Theater und Verlag. Okay. No Thinking Required. Als Lyriker kann man’s sich halt oft nicht aussuchen.

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