Fernsehskandal
März 19th, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar
- Bla, bla, bla. Können Sie jetzt auch mal was zur Sache sagen?
- Das tue ich.
- Nein, das tun Sie nicht. Sie faseln ja nur.
- Ich.
- Seit fünf Minuten faseln Sie uns die Ohren ab.
- Das mag Ihre Meinung sein, Herr Macha, und das freut mich auch, aber jetzt lassen Sie mich bitte meinen Gedanken.
- Gedanken? Sie haben einen Gedanken? Her damit! « Den Rest dieses Eintrags lesen »
Altgriechische Mythen
März 19th, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar
- Es wird Zeit, sagt Georg zu mir, während ich an gar nichts Böses denke, dass du deinen autobiographischen Roman schreibst. Du musst es endlich allen zeigen.
- Aber, äh, sage ich, WAS soll ich denn allen zeigen?
- Na, die. Du weißt schon. Alles, halt.
- Alles?
- Kack ihnen auf den Schreibtisch, Bob.
- Ehrlich gesagt, Georg, sage ich, ich hab ich schon genug Ärger auf meinem Schreibtisch. Meinst du, es ist sonderlich produktiv, wenn ich. « Den Rest dieses Eintrags lesen »
Marburg, eine Festung fürs Leben
März 19th, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar
Jedenfalls, mir fiel nichts mehr ein. Das gibt’s ja. Irgendwann ist man leer geschrieben. Eine Weile holt man noch etwas aus sich heraus, mit Alkohol, mit Drogen. Das Übliche. Man schreibt und schreibt und schreibt und schaut lieber gar nicht hin, was man da zu Papier bringt, sondern schmeißt es gleich in den Papierkorb. Immer noch besser, einen vollen Papierkorb zu haben, als ein leeres Herz. Aber es kommt der Zeitpunkt, unvermeidlich, da blickt man sich morgens im Badezimmerspiegel ins Auge. Man putzt sich gerade die Zähne. Oder man sitzt in einem Café, und dann begreift man. « Den Rest dieses Eintrags lesen »
From my cold dead hands!
März 18th, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar
- Irgendetwas geht nicht auf an dieser Geschichte. Der Typ war ja einigermaßen beliebt, der kam klar. Okay, er hätte mehr Anerkennung bekommen können, sicher. Aber für wen von uns gilt das nicht? Und dann ist da dieses Gesicht. Eigentlich ein total sympathischer Typ. Zurückhaltend, besonnen, nachdenklich. Kein Freak, kein Nerd, kein Soziopath.
- Komm. Er war ein guter Schütze. Und im Armdrücken hatte er was drauf. Aber das war auch schon alles.
- Niemand hatte das von ihm erwartet. Diesen Wahnsinn. Er war nicht düster, nicht in sich verbohrt. Irgendwie ergibt das alles keinen Sinn. « Den Rest dieses Eintrags lesen »
Die ominöse Gleichung Mensch=Künstler
März 17th, 2009 § 1 Kommentar
Seit Monaten arbeite ich mich an dem Satz ab: „Jeder Mensch ist ein Künstler.“ Was wollte Joseph Beuys uns damit sagen? Die allerplakativste Deutung, dass wirklich und buchstäblich jeder, der als Mensch geboren wird, ein Künstler sei, mag ich nicht einmal in Erwägung ziehen. Das ist eine T-Shirt-Platitüde. Auf eine wirklich interessante Spur brachte mich eine Umwandlung des Satzes, die Beuys’ Kollege Martin Kippenberger vorgenommen hat. „Jeder Künstler ist ein Mensch“, behauptete das traurig früh verstorbene Enfant terrible des Kunstbetriebs. « Den Rest dieses Eintrags lesen »
Robobob
März 17th, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar
- Morgen.
- Mor. Bob!
- Was?
- Wie siehst du denn aus?
- Wieso? Wie sehe ich denn aus? « Den Rest dieses Eintrags lesen »
In der Tram, nach der Wiesn
März 16th, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar
- Hast du das eigentlich ernst gemeint?
- Natürlich. Was denn?
- Na, dass man sich nur treu bleiben kann, indem man sich untreu wird?
- Ich hab ja gemeint, sich selbst. Sich selbst untreu werden. Von Untreue dir gegenüber war ja zu keinem Zeitpunkt die Rede.
- Ja, ich weiß schon. Aber ernst hast du das gemeint? « Den Rest dieses Eintrags lesen »
Der Traum vom Schreiben, den ich früher hatte, war …
März 16th, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar
… diese ganze Sache einfach einmal zu Papier zu bringen. Mein Leben. Dabei hatte ich mir, in schmerzhaften Prozessen unbewussten Gärens, ein zweigleisiges poetologisches Konzept erarbeitet. Zum einen wollte ich alles aufs Papier rotzen, was mich quälte, bedrückte, belastete. Sie wissen schon, diese biographischen Stoffe, die sich während des Heranwachsens ansammeln im Körper, wie Giftstoffe, und die später nur mit sehr, sehr viel Alkohol wieder heraus geschwemmt werden können. « Den Rest dieses Eintrags lesen »
Das Äußere des Litteron Verlages passte …
März 16th, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar
… schon mal ins Bild. Wer hier seine Bücher verlegte, hatte noch nie auch nur die Stiefelabsätze des Erfolgs zu sehen bekommen. Es handelte sich um drei Zimmer an einem Linoleumflur. Eine Art Sekretärin mit einer unglaublichen Haarfarbe erwartete mich im ersten Raum. Bevor ich mir die Augen reiben konnte, sagte sie:
„Herr Meyer? Wir haben telefoniert. Herr Bernstein hat gleich für Sie Zeit – er ist gerade noch in einer …“
Hinter der Tür, neben der ihr Schreibtisch stand, drang ein dröhnend lautes Gelächter hervor.
„Er prüft ein Manuskript?“ sagte ich. « Den Rest dieses Eintrags lesen »
Von Ameisen und Menschen
März 15th, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar
Bob M. hat keine Ahnung, was gemeint sein könnte, wenn davon die Rede ist, dass es im Leben nicht nur darum gehe, der Beste zu sein. Bob M., dessen Name ebenso wie die aller in diesem Artikel Auftretenden keine Rolle spielt und deswegen verballhornt wurde, Bob M. schüttelt den Kopf und lässt ein halbes Grinsen sehen. Er sitzt in einem Liegestuhl an einem dieser malerischen bayerischen Seen, die wirken, als hätte sie ein Kitschkünstler für das Wohnzimmer eines Durchschnittsdeppen gemalt. « Den Rest dieses Eintrags lesen »