Schlachtfeld des Liebens

April 17th, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar

- Das Prinzip Verantwortungslosigkeit. Das fand ich geil.
- Verantwortungslosigkeit?
- Ja. Z. B. irgendwelche Weiber bumsen, die man in einem Club aufgerissen hat. Das ging alles ganz einfach, ohne groß nachzudenken. Und ohne Kondome. Einfach rein das Ding und wieder raus, und das war’s dann, abwischen und tschüs.
- Meinst du das jetzt ernst, oder.
- Ja, ich war schon krass drauf, damals. Ein ziemliches Arschloch bin ich gewesen, wenn man’s genau nimmt. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Zorn zurück im Blick

April 17th, 2009 § 2 Kommentare

- Fassen wir zusammen, Jungs, sagt Bert „Big“ Bruder. Was haben wir? Auf der Soll-Seite sehe ich hier einen Roman, den ihr komplett versemmelt habt. NACKTSZENE.
- Eigentlich, wendet Georg schüchtern ein, sollte der Titel ja sein: SCHATTENZONE.
- Mir doch scheißegal, knurrt Bruder und streift die Asche seiner Zigarre an dem bronzenen Aschenbecher ab, mit dem er sogar schon mal einen widerspenstigen Kunden erschlagen hat. Bob weiß das, weil er damals beauftragt wurde, die Leiche verschwinden zu lassen. Im Keller. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Drei Farben Blau

April 17th, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar

- Eine, eine was?
- Ja, Bob.
- Spielvogel, Sie nehmen mich auf den. Doc. Kommen Sie.
- Nein. Wenn Sie mal in sich hinein lauschen.
- Eine Depression? Bei mir?
- Bob. Was Sie mir erzählen, von Ihren Abenden. Wenn Sie allein sind. Dieses Dämmernwollen. Dieses Bedürfnis nach ausgestrecktem Liegen. Und den Vögeln beim Singen Zuhören.
- Sie singen: Cheap, cheap, cheap. Wie ein Werbejingle für eine Gratiswelt. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Karma Bums

April 17th, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar

GEORG. Leer. Was?
BOB. Geschrieben.
GEORG. Du?
BOB. Ja.
GEORG. Nach all den Jahren?
BOB. Eben.
GEORG. So eine Art. Burn-out? « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Spiel und Baller: Virtuelle Wirklichkeit

April 16th, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar

Im Prinzip ist ja nichts dagegen zu sagen. Da sitzt halt einer in seiner Kreuzberger Butze, die Tage sind nicht minder lang als die Nächte, und da muss er was tun. Sonst wird er gleich irre. Also besorgt er sich Egoshooter-Spiele. Da schleicht er dann stundenlang als Antiterrorkämpfer durch, was weiß ich, WWI-Szenarien, deren feine Ästhetik Ernst Jünger eine Erektion beschert hätte, und knallt Pixelsoldaten ab.
Oh, Mann, Bob. Geht das schon wieder los? « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Nabelschauspieler

April 7th, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar

Von draußen fegte ein heißer Wind herein, vermischt mit Sand, und schnell sprang ich auf, das Fenster zu schließen. Im Garten, zwischen den rauschenden Palmen, im Schattenmeer auf- und abtauchend, sah ich eine schwarze Gestalt wandeln, in weiten, fließenden Tüchern. Sie drehte sich um und sah zu mir herauf, als ich im Fensterrahmen erschien, und ich drückte die Fensterläden zu, um, was auch immer diese Augen dort unten aussendeten, draußen zu halten. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Das narzisstische Manifest

April 6th, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar

Man muss sich, sagte Bob, dann natürlich schon fragen, ob man das wirklich will. Artikel schreiben für Leute, die sich für hypersensibel halten oder sich über die Modalitäten des Beim-Arschlecken-schön-Furzens informieren möchten. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Graf Dracula & Earl Grey

April 6th, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar

Es ist schön, sagt Georg, dass du ruhig und resigniert bist, Bob. Das freut mich für dich.
Ich hebe meinen Teebeutel ein Stück aus dem Glas und lasse das Wasser ablaufen. Ich tue das sehr langsam, in beinahe ritueller Bedächtigkeit. Als bedeutete es irgendetwas. Es ist aber nur eine Geste, eine leere Geste, die ebenso wenig bedeutet wie damals das überstürzte Leersaufen von Biergläsern. Übersprungshandlungen. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Patriotismus und Popkultur

April 5th, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar

Als ich da so durch Peine stromerte, da wurde mir auch klar, wie es doch alles unvermeidlich war – das Scheitern in literarischer Hinsicht, meine ich. Ich glaube, die Orientierung an Thomas Mann war so konsequent wie dämlich. Sicher, ich bin durch und durch 19. Jahrhundert. Einer, der ans Individuum glaubt. Was soll ich so tun, als könnte ich mit diesem ganzen „dezentrierten Subjektivismus“ etwas anfangen? « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Im Aus

April 4th, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar

Irgendwann dann, als er merkte, dass sein Wunsch, Schriftsteller zu werden, ihn nirgendwohin geführt hatte, sondern ihn nur im Kreis herumirren ließ mit diesem Reclam-Büchlein und dem Bleistift in der Tasche, fing er an, sich selbst zu beobachten. Er trat gewissermaßen aus sich heraus und schaute sich von schräg oben, etwas im eigenen Rücken platziert, dabei zu, wie er durch die Straßen dieser Stadt lief. Als wäre er ein Luftballon, den er an einem dünnen Bändchen hinter sich herzog. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Wo bin ich?

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