Wanderer, kommst du nach Houston
April 4th, 2009 § 1 Kommentar
Am Ende, als Johnny Revolver dann vor dem Spiegel stand, wurde ihm klar, dass es einfach nicht ging. Er hatte mit der deutschen Kultur schlicht und ergreifend nichts am Hut. Er hatte sich ja bemüht, aber dieser ganze Tiefsinn, dieses Wolken-in-die-Fäuste-Nehmen. Das Zermalmen von Donnerworten zwischen bröckeligen, ungeputzten Zähnen. Und allein diese Namen. « Den Rest dieses Eintrags lesen »
Tragödienfähigkeit
April 3rd, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar
Anstatt aber, dass man dann radikal wird, ruft John, Altphilologe am Trinity College, Dublin, über sein Guinness hinweg. Statt dessen wird gekuschelt.
Ja, zum Kotzen, sagt Bob mit düsterem Nicken.
So kann sich nichts ändern, bestätigt Georg mit einem Blick, der von tiefster Verzweiflung kündet.
Wir sind nicht mehr tragödienfähig, stellt Emma, die wirklich eine Fesche ist, klar. « Den Rest dieses Eintrags lesen »
So ein Quatsch! Schwachsinn, das!
April 3rd, 2009 § 1 Kommentar
Äh, ja. Was denn, Bob?
Hm?
Du hast gerade gesagt: So ein Quatsch! Schwachsinn, das.
Hab ich?
Ja.
Dann hab ich laut gedacht. « Den Rest dieses Eintrags lesen »
Calibans Bankleitzahl
April 3rd, 2009 § 1 Kommentar
Sag mal ganz ehrlich.
Ja.
Bist du ein Misanthrop, Bob? Verachtest du die Menschen?
Bob schaute auf von seinem Bier. Er blickte Georg verwundert an.
Bitte?
Warum verachtest du die Menschen, Bob? Woher diese Wut? « Den Rest dieses Eintrags lesen »
Bullshit On The Rocks
April 3rd, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar
- Was sind denn das für Geschichten, sag mal? Spielen wir hier jetzt Indiana Jones, oder was?
- Eher Cowboys und Indianer, hahaha.
- Hahaha.
- Das ist doch vollkommen absurd, alles. Das ist doch.
- Ich fass es nicht. Sollen wir das mit Playmobil-Männchen nachspielen, oder wie? « Den Rest dieses Eintrags lesen »
Ausriss aus einem Wirtshausgeschehen
April 2nd, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar
Keine Ahnung, sagte er, ich weiß nicht. Warum schreibe ich diese Texte? Ich weiß nicht.
Er zuckte die Schultern, wie verzweifelt, und der Geräuschpegel stieg über ihn hinauf, die Lärmkulisse brandete auf seinen geduckten kleinen Leib herab. Da saß er, immerhin ja ein bekannter Schriftsteller, aber mit meiner Frage, WARUM er all diesen Kram schreibe, dieses autobiographisch verseuchte Zeug, hatte ich ihn zu Boden gestreckt, im übertragenen Sinne, und nicht nur im übertragenen. Der Stuhl hielt ihn aufrecht. « Den Rest dieses Eintrags lesen »
Die geheimen Verführer
April 1st, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar
Geduld. Das ist die Grundvoraussetzung. Haben Sie keine Geduld? Ermüdet es Sie, immer und immer wieder das Gleiche zu lesen, zu denken, zu schreiben? Dann, mein Freund, sind Sie für diesen Job nicht zu gebrauchen. Das, was wir hier machen, ist Poesie für Empfindungslose. 100-Wörter-Lyrik. Vulgo: Werbung. Der Dreiklang der Harmonie, der Geruch von Freiheit und Achselschweiß. « Den Rest dieses Eintrags lesen »