Die Unmenschliche Komödie (I)

Mai 30th, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar

Lieber Georg,

heute war ich zum ersten Mal seit sehr, sehr langer Zeit wirklich sehr zufrieden mit dem, was ich schriftstellerisch geleistet habe. Mit unserem Projekt, will ich damit sagen, komme ich ganz gut voran. Vielleicht freut Dich das. Und hoffentlich lassen sie Dich bald wieder raus, damit wir zusammen weiterarbeiten können; dieses Alleinarbeiten ist ziemlich frustrierend, auch wenn ich, wie gesagt, vorankomme, in kleinen, ganz kleinen Schritten. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Wider den Pop-Intellektualismus

Mai 29th, 2009 § 1 Kommentar

Ich muss gestehen, dass die ganze gegenwärtige Musikindustrie mich nicht interessiert. Mag sein, dass dieses Gefühl auf Voreingenommenheit beruht. Aber mir scheint einfach, dass ich aus dem ganzen eigenbrötlerisch-feinsinnigen Klanggebastel mit dekonstruktivistischem Hintergrund ebenso wenig lernen kann wie aus dem Konzept-Secondhand-Punk, von all den unermüdlichen träumerischen Schweden mit Gitarre und lyrischem Willen ganz zu schweigen. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

FiktoJournalismus

Mai 29th, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar

„Was mir nicht ganz klar ist“, sagte Lyam, „also, werde ich hier verarscht, oder was? Ich meine“, er drückte seine Zigarette im Aschenbecher aus – von dem Ding blieb außer einem schwarzen Schmier nicht viel übrig, er war wirklich aufgebracht -, blinzelnd und schwitzend sagte er: „Ich meine, ich schreibe diesem Typen eine private, sehr vertraulich zu behandelnde E-Mail, und was macht das Arschloch?“ « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Jenseits der Verachtung

Mai 28th, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar

„Lieben Sie Ihre Leser, Bob?“ Dr. Spielvogel hatte diese bekümmerte, besorgte Miene aufgesetzt, die Bob so zuwider war. „Denn wenn Sie Ihre Leser nicht lieben“, sagte Dr. Spielvogel, „dann werden Sie Ihren Lesern auch nie etwas geben können, was diesen etwas gibt.“
„Was reden Sie denn da für eine Scheiße?“ murrte der Texter. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

A Guy like this

Mai 27th, 2009 § 1 Kommentar

Der große – und mit diesem Epitheton sollte man bekanntlich sehr geizig umgehen – der große Guy Debord, Autor des „Panegyrikus“, der von sich sagte, er sei keiner, der sich selbst korrigiert – Anakoluth.

Ich setze neu an. Die Feder sträubt sich, aber ich setze neu an. Guy Debord fabrizierte seinen Traktat (darf ich das sagen?) über die „Gesellschaft des Spektakels“ weitestgehend aus Zitaten. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Grauenhaft die Deformation, die …

Mai 27th, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar

… der Arbeitsalltag uns zufügt, je unterschwelliger, desto bösartiger. Man wird zu dem Idioten, nach dem der Job, den man macht, verlangt. Schlimmer noch ist das Unwohlsein, das einen befällt, sobald man sich einer der Situation einzig angemessenen Sprache bedient. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Talese redet Tacheles mit Tartuffe

Mai 26th, 2009 § 1 Kommentar

Traditionell nimmt der Blogozentriker sich all jener Themen an, für die in den offiziellen, von der Werbung subventionierten Publikationen („Spiegel-Online“) kein Platz ist. Heute z. B. soll es um die Frage gehen, wie es bestellt sei um die Dialektik von Realität und Fiktion in einem Werk der Literatur, das im Spannungsverhältnis der gegenwärtigen Tatsachen der Welt, das der Volksmund als „Wirklichkeit“ bezeichnet, bestehen will, und zwar zu Recht bestehen. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Atemlos

Mai 25th, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar

Sein größter Wunsch, auch wenn Sie das nicht glauben werden – nicht glauben wollen -, war es, ein Sklave zu sein. Ein gehorsamer Diener. Die Vorstellung, er selbst solle Befehle erteilen oder Kommandos geben, erschien ihm, so sehr er auch die Wirkung der verhaltensbiologischen Lockstoffe einer solchen Rolle verstehen konnte, auf seine Person angewandt als vollkommen absurd. Er war kein Feldmarschall, kein Anführer. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

No Nlinearität

Mai 25th, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar

Das Harte am Schreiben, meine Damen und Herren, ist ja nicht das Schreiben. Das Schreiben ist, um einen Vergleich aus der Welt der Tiere zu entlehnen, wie die Arbeit des Begattens. Was immer man davon halten mag – die Natur belohnt uns für unsere Mühen um die Arterhaltung, so oder so. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Bob Dylan wird 68!

Mai 24th, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar

- Was ging in Bob Dylans Kopf vor, während er diese Songs schrieb?
- Wir wissen es nicht.
- Wir wissen es nicht?
- Nein.
- Und genau deswegen wirkt z. B. I SHALL BE RELEASED so, wie es wirkt?
- Bitte?
- Ja oder nein?
- Äh, ja.
- Das dachte ich mir.

Wo bin ich?

You are currently viewing the archives for Mai, 2009 at jetzt ALT: der NEUE blogozentriker.

Follow

Get every new post delivered to your Inbox.