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Mai 7th, 2009 § 1 Kommentar
“Ich weiß”, sagte Bob, “dass man mich für verrückt erklären wird.”
“Schlimmer”, sagte Georg. “Die schmeißen dich raus. Die setzen dich einfach vor die Tür. Das erledigt Big vermutlich sogar persönlich.”
“Was soll’s”, erwiderte Bob achselzuckend. “Ich kann nicht anders. Ich halte diese Scheiße einfach nicht aus! Es stimmt einfach nicht. Diese Romane. Wie sie die Welt zeigen, die Wirklichkeit widerspiegeln.”
“Was ist damit?”
“Keine Ahnung, aber mir kommt’s falsch vor. Richtig falsch. Da werd ich lieber rausgeschmissen, ehrlich.”
“Aha.”
“Ich meine, vielleicht liegt es natürlich auch an der Wirklichkeit. Vielleicht passt diese Art von Wirklichkeit, diese Mausklick-Wirklichkeit, die wir erleben, oder die durch uns hindurch sich selbst lebt, vielleicht passt die einfach nicht in einen Roman. Vielleicht fühlt die sich auf Papier einfach nicht heimisch. Die kann man da nicht aufheben.”
“Du kannst nicht versuchen, die modernen Medien in einem längst obsoleten Medium zum Leben zu erwecken.” Georg zuckte die Achseln. “Das ist scheiße, aber so ist es. Das liegt ja eigentlich auf der Hand, wenn man ein bisschen was von Medientheorie versteht.”
“Medientheorie, ja.” Bob setzte die Brille ab und rieb sich die Nasenseiten. “Mann. Wir haben Probleme.”
“Wie Dramaturgen”, sagte Georg mit einem feinen Grinsen.
“Mindestens”, gab Bob zurück.
Tja, das Medium ist die … gääääähhn. Entschuldigung!