Liebe, Arbeit, Verlust

Mai 18th, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar

„Ich bin mir einfach nicht sicher.“
„Du hast ihn wiedergetroffen, nach all diesen Jahren, und die Liebe ist wieder da?“
„Sie war nie weg, Bob.“
„Ja. Ich verstehe.“
Bob Macha sank noch ein Stückchen mehr in sich zusammen. Er machte sich keine Illusionen, worauf das hier hinauslief. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Flashmob

Mai 17th, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar

„So was, nee“, grimmig schüttelte Don Alonso den Kopf, „das gibt’s nicht.“
„Wieso?“
„Davon hab ich überhaupt noch nie gehört.“
Bob Macha ließ sich sehr geduldig in dem Stuhl auf der anderen Seite des Schreibtischs aus Walnussholz nieder, vom Fenster zurückkehrend. Unten hatte er gesehen, wie Georg eine offenbar ziemlich durcheinander geratene Nettie Moore über den Firmenparkplatz von n+2 führte, hinüber zur Straße, wo ein Rettungswagen wartete. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Druckfresse

Mai 16th, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar

Das Tolle an facebook ist, dass ich ganz viele Leute an meinem Leben teilhaben lassen kann. Noch toller, wie ich finde: Mein Leben besteht immer mehr aus der Teilhabe all dieser Leute an meinem Leben! Ich bin, im Grunde, viele, wahnsinnig viele, eine multiple Persönlichkeit im allerbesten, ökumenischen Sinne. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Tage der Freude, Tage der Gefahr

Mai 16th, 2009 § 1 Kommentar

Seit Langem schon, merke ich, habe ich das Verhältnis zur Realität verloren. Wahrscheinlich liegt das einfach daran, dass ich nicht mehr regelmäßig die Zeitungen lese – früher tat ich das, und es gab mir wenigstens die Illusion, ich hätte mit dem, was die Abfallkörbe für alle füllte, irgendetwas zu tun. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Kunstverdacht

Mai 15th, 2009 § 6 Kommentare

Wahrscheinlich wird viel zu viel Wirbel um diese Sache, die Kunst, gemacht. Das hat einfach damit zu tun, dass alles andere so unglaublich und deprimierend vorhersehbar ist. Man kann inzwischen ja sogar das Wetter vorhersagen (auch wenn die menschlichen Wetterfrösche meist daneben tippen). Auch ich weiß, wenn ich morgens aufstehe, genau, was der Tag bringen wird. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Das Drama des Dramas heute ist, dass unser …

Mai 14th, 2009 § 2 Kommentare

… Leben so undramatisch ist. Wir haben im Augenblick einfach keine Verwendung für Dramen. Neulich war ich Zeuge, wie eine aufgeregte Schar von Theatergängern darüber diskutierte, warum es diesen unübersehbaren, nicht zu leugnenden Einbruch gebe in der zeitgenössischen Dramenproduktion. (Wobei es immer noch wesentlich faszinierender ist, meine ich, diesen Einbruch zu konstatieren, als so zu tun, als gäbe es ihn nicht, als müsste man nur eben SPANNENDERE oder HISTORISCHE Dramen schreiben oder Dramen IN VERSEN, und die aktuelle Baisse käme daher, dass man sich auf die falschen Themen und Stilmittel konzentriert.) « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Der dunkle Schirmständer

Mai 14th, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar

„Chef?“
Darth Vater war nicht gerade begeistert davon, mitten in der Nacht aus süßen Träumen von interstellaren Metzeleien gerissen zu werden. Gerade hatte er einen Gegner, so einen lächerlichen Soldaten der Rebellen-Allianz, an der Kehle gepackt und ins Vakuum hinaus geschleudert. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Träumen Hermeneutiker von Neurochirurgie, wenn sie schlafen?

Mai 13th, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar

Erklären konnte er sich nie so recht, woher diese Freude an explanatorischen Texten kam. Aber etwas an dem Tonfall, das SherlockHolmesartige der Methode, das Moment der Verblüffung – nach seinem Dafürhalten glich kaum etwas dem Effekt von transluzider Trance, den ein gutgeschriebener theoretischer Text hervorrufen konnte. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

„Was? NEIN!“

Mai 13th, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar

Er checkte kurz die E-Mails von Bob Macha, ohne große Aufmerksamkeit, denn schon seit Jahren hatte Macha Ruhe gegeben, war ein anständiger, mäßig arbeitsamer Angestellter geworden. Seine Zeiten der Privatrebellion waren vorbei. Das war geschickt, mit kühler, kluger Hand von ganz oben geregelt worden. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Diese Texte aber wurden immer atemloser, erinnerten …

Mai 13th, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar

… mich immer mehr an die Ausrufe, die dem unter der Marter Liegenden abgepresst werden von Schmerz und Verzweiflung. Ich machte mir insgeheim Sorgen. Ich spürte nur zu deutlich, dass die Substanz erschöpft war, dass er auf diesem Wege nicht fortfahren konnte, ohne früher oder später in eine wirkliche, tiefe Krise zu geraten. Dabei wusste ich nicht einmal: Sollte ich ihm am Ende eine solche Krise von Herzen wünschen? « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Wo bin ich?

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