Die Öffentlichkeit hat keine Adresse
Juni 14th, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar
Wer wird eigentlich morgen noch lesen? Ich meine damit ein Lesen, das nach beiden Seiten hin offen ist, nach innen wie nach außen. Nur jemand, scheint mir, der in der Lage ist, in jeder Äußerung auch sich selbst zu sehen — durchaus in dem Sinne, in dem die Redewendung dem Redegewendeten einen „kritischen Spiegel“ vorhält –, versteht, worauf die Kunst des Lesens eigentlich hinausläuft. Es geht um Selbstwahrnehmung, um Selbstkritik. « Den Rest dieses Eintrags lesen »
Massenmedienmagie, jeweils
Juni 14th, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar
Sie halten es für eine märchenhafte Übertreibung, dass Prospero, abgesetzter Herzog von Mailand in Shakespeares „The Tempest“, mit ein bisschen weißer Magie in der Lage gewesen sein soll, den Verstand seiner Feinde zum Flirren und Schwirren zu bringen? Aber wie erklären Sie sich dann, was am 30. Oktober 1938 an der Ostküste der USA geschah, als das von Orson Welles gegründete Mercury Theatre on the Air eine Hörspiel-Adaption von H. G. Wells’ Science-Fiction-Klassiker „Der Krieg der Welten“ ausstrahlte? « Den Rest dieses Eintrags lesen »
Hohle Männer? Hohle Köpfe? Hohle Körper!
Juni 12th, 2009 § 1 Kommentar
Es war ein „unglaublich knappes Finish“, sagt Franz A. Kaffke, „wirklich ein Herzschlag-Finale!“ Aber durchgesetzt hat sich mit hauchdünnem Vorsprung „Hohlkörper“. Wir erinnern uns: Vor etwa zwölf Stunden rief der Blogozentriker, Europas meistnichtangeklickte (alternativ: nichtangeklickteste) Website, dazu auf, den neuen Titel für das Romanprojekt, das bislang als „Nackte Seelen“ firmierte, zu wählen. « Den Rest dieses Eintrags lesen »
Schreckliche Tragödie: Romanprojekt „Nackte Seelen“ gescheitert!
Juni 12th, 2009 § 1 Kommentar
Nur mit Mühe vermag der Literaturagent Franz A. Kaffke sein Schluchzen zu unterdrücken. Ein halbes Jahr hat er diesem Unternehmen geopfert, ein halbes Jahr angespanntester Textprüfung, aufwendigster Lesetourplanung, konzentriertester Beschwichtigung aufgebrachter Lektorinnen. Und jetzt stellt sich heraus, dass Robert Mattheis, Multimedia-Enfant terrible und Poetik-Spinner, seinen Roman „Nackte Seelen“ nicht erscheinen lassen wird. « Den Rest dieses Eintrags lesen »
Rhapsodie in Blut
Juni 10th, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar
Danny Schwarz setzte sich ans Klavier, um es mal etwas euphemistisch auszudrücken. Die Wahrheit war: Sie packten ihn und wuchteten ihn auf den Klavierhocker. Er stöhnte leise. Die Schmerzen waren überwältigend, aber eben auch so ungeheuer, dass sie von Zeit zu Zeit seinen Körper zu verlassen schienen. « Den Rest dieses Eintrags lesen »
- Okay, ich meine.
Juni 9th, 2009 § 2 Kommentare
- Polemik.
- Schön und gut, ja.
- Aber?
- Wie kommt man auf diese Idee? Wie, also. Diedrich Diederichsen.
- Jetzt hör doch bitte mal mit Diedrich. « Den Rest dieses Eintrags lesen »
Die Daumenschraube eines jeden finden
Juni 9th, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar
Zwei Bücher mit insgesamt 521 Paragraphen, wobei das eine 79 mehr hat als das andere. Eine Zeitlang war es mein sehnlicher Wunsch, auch so ein Buch zu schreiben. Für mich waren sowohl Balthasar Graciáns „Hand-Orakel und Kunst der Weltklugheit“ als auch Guy Debords „Die Gesellschaft des Spektakels“ definitive Bücher, Handbücher. « Den Rest dieses Eintrags lesen »
The Matrix Evolutions
Juni 9th, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar
Um aber noch einmal von diesem Gefurze und der Hypersensibilität wegzukommen. Wenn man einen Roman schreibt, dann muss man es so weit bringen, dass die Metaphern anfangen, mit deinem Gehirn zu spielen. Du wirst wirklich zu dem Medium, in dem sich gewisse Meme – mag sein, sie sind selbsterzeugt, doch halte ich das für eine tröstliche Illusion – die Zeit vertreiben durch Fortpflanzung, Variation, Aufzucht des Nachwuchses etc. « Den Rest dieses Eintrags lesen »
Raum-Romantik
Juni 8th, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar
Es ist frustrierend, immer ein paar Meter hinter sich selbst her zu leben, als hätte man den richtigen Augenblick verpasst, das, was in einem über einen selbst hinausging, zu verwirklichen. Es gab einen Moment, scheint mir, da war so etwas wie der umgekehrte Selbstmord, von dem Heimito von Doderer gesprochen hat, möglich, als ein sich Hineinschießen ins Leben. « Den Rest dieses Eintrags lesen »