Das Licht am Ende des Rummels

Oktober 6th, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar

Irgendwann fing der Blogozentriker an, im Schweigen Stimmen zu hören. Monatelang war da die Stille gewesen — nicht unbedingt die Stille des Waldes, eher die Stille eines Geistes, der langsam ausläuft, zur Ruhe kommt, den Schwung verliert. Eine angenehme Stille, sanft verteilt, wie Nebel über einem morgendlichen Flusslauf. Und dann ging das Gewisper los. Der Blogozentriker trank seinen Kaffee, schaute aus dem Fenster, unten ging ein junges Mädchen, vielleicht 14 Jahre alt, im hellbraunen Lederjäckchen vorbei vor rotem Backstein — und so, mit der Tasse in der Hand, verharrte der Blogozentriker, weil das Wispern in seinem Kopf anfing. Kleine, tückische Stimmen. Kleine Teufelchen, die ihm etwas einflüsterten, und keine guten Sachen, oh, nein! Keine angenehmen Wahrheiten, meine Damen und Herren! Im Gegenteil. Dinge, die wehtaten, die den Blogozentriker von seinem Sitz aufscheuchten, so dass er mit den Händen um sich schlug, als würde er von einem Wespenschwarm attackiert, und schrie: “NEIN! NEIN! Hinweg! HINWEG!” Die Kaffeetasse zersprang, kalt und weiß auf den hölzernen Dielen, das schwarze scharfe Getränk sickerte in die Ritzen, während der Blogozentriker darüber in die Höhe sprang, sich wand, herumwarf, die Tür suchte und sich in den Flur stürzte.

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