Nur noch 2,3 Tage — und was macht der Blogozentriker?

November 11th, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar

Außer Fingernägelkauen? Er bastelt an seiner intermedialen Karriere, na klar! Nachdem der Buchmarkt jetzt mehr oder weniger erobert wurde, sei, so der Blogozentriker-CEO Matthias Orbert, „der Sprung auf die Mattscheibe, vulgo Glotze, der logische nächste Schritt“. Und setzt verschmitzt hinzu: „Ich meine, Bühne, das hatten wir ja schon, nich?“

Alles klar, den Fernsehbildschirm erobern … aber wie geht man da vor?
Ein Blogozentriker pirscht sich erst mal in ein Castingbüro, durch St. Paulianer Hintergassen. Gesucht werden hier Freiwillige für eine RTL-Serie über den alltäglichen Schulhof-Horror, ein „Scripted series“-Format. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

2,7 Tage noch bis zur „Hohlkörper“-Premiere!

November 11th, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar

Heutzutage ist ein Roman natürlich nur mehr ein Medium wie jedes andere — oder nicht mal das. Auf jeden Fall ist ein Roman ein verdammt altmodisches Medium, das ohne Elektrizität auskommt. Eine Kerze reicht zum Lesen. Bei „Roman“ denkt man sofort an „Ritterroman“, oder an „Abenteuerroman“, und dann denkt man: „Das können Konsolenspiele doch besser!“ Einen Roman als Taschenbuch zu verkaufen in der Hoffnung, jemand werde das Ding dann in der S-Bahn lesen, auf dem Weg zur Arbeit, ist, mit Verlaub, relativ realitätsfremd! Größere Erfolgschancen verspricht da schon « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Noch 3,42 Tage: Sind das „Hohlkörper“, das da über Wilhelmsburg?

November 10th, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar

Der Acabus Verlag, berühmt für waghalsige Werbemanöver, traut sich mal wieder was! Da haben die doch glatt ein Raumschiff gemietet, um am Freitag, den 13., eine „punktgenaue, stilechte Ziellandung hinzubekommen“, wie sich die Programmchefin, Daniela Sechtig, ausdrückt. Und zwar soll punktgenau und stilecht ziellanden der Autor Robert Mattheis mit seinem Roman „Hohlkörper“! Mattheis, immer schon eher so der Klassenclowntyp …

- Hey, jetzt warte mal, Georg. Was wird das? « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Noch dreieinhalb Tage: „Hohlkörper“ landen in Wilhelmsburg!

November 10th, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar

Habent sua fata libelli, Bücher haben ihre Schicksale: Das gilt auch für Klappentexte, die zum Teil nicht auf den Rücken von Büchern auftauchen, sondern im Internet.

Das Buch liest sich, als hätte Cervantes sich an eine Neufassung von „Der Fänger im Roggen“ gemacht. Oder als hätten Samuel Becketts Wladimir und Estragon das Warten auf Godot aufgegeben und einen Job in einer Werbeagentur angenommen. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

ec

November 10th, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar

Victor Klemperer, der vor einigen Jahren für seine während des Dritten Reiches geführten Tagebücher posthum sehr berühmt wurde, hat schon 1946 eine wissenschaftliche Studie veröffentlicht mit dem Titel: „‘LTI’. Die unbewältigte Sprache“. LTI steht für „Lingua Tertii Imperii“, was Latein ist und bedeutet: die Sprache des Dritten Reiches. In dieser Studie untersucht er in 36 Aufsätzen unterschiedlicher Länge gewisse sprachliche Auffälligkeiten, die unter dem Hitler-Regime zu beobachten waren, nach dem Motto: „Man ist, was man redet!“ Die Aufsätze tragen Überschriften wie „Familienanzeigen als kleines Repetitorium der LTI“, „Fanatisch“ oder „Autochthone Dichtung.“

Ich kam darauf, als mir gestern aus der „Süddeutschen Zeitung“ eine „Verlagsbeilage“ entgegenflatterte mit dem Titel: „REAL ESTATE business“. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

„Hohlkörper“-“Outtexts“: Noch vier Tage!

November 9th, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar

Eine triste Absteige in Altona. Mit dem Wagen, einem Mini, habe ich es in die enge Gasse, in die mein GPS mich führt, nicht hinein geschafft. Also musste ich zu Fuß gehen. Zum Glück sind in Gegenden wie dieser die Strecken niemals weit.
Ein bulliger, ziemlich dämlich aussehender Typ, der vor der Tür gewartet hat, führt mich eine dunkle, winklige Treppe hinauf. Der Bullige hat einen Knopf im Ohr, aber ganz offensichtlich handelt es sich bloß um einen Ohrstöpsel seines iPods. Auch ist sein Anzug alles andere als Bodyguard-Qualität; allenfalls Bodybuilder-Klasse. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Warum der Kapitalismus nicht funktionieren kann:

November 9th, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar

Dieser Nachricht von „Spiegel-Online“ wollte bei uns in der Redaktion keiner Glauben schenken:

20 Jahre nach dem Fall der Mauer sind die meisten Menschen mit dem Kapitalismus unzufrieden. Das ergab eine von der britischen BBC in Auftrag gegebene Studie, die in 27 Ländern durchgeführt wurde. Die beste Meinung über die freie Marktwirtschaft haben demnach Menschen in den USA und in Pakistan.

„Das kann nicht stimmen, ganz klar“, sagte Holger Harmsen, Leiter des Ressorts Außenpolitik beim Blogozentriker. „Das wäre ja ein absoluter Weicheier-Wert, ich meine, wir reden hier von maximalen Selbstausbeutungsmöglichkeiten bei maximaler Fremdausbeutung! Außerdem, BBC, ist das nicht so eine Werbeagentur?“ « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Wurmloch

November 9th, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar

Immer kehrte dieser Traum wieder: Er schlich durch einen dunklen Korridor. Eine Tür war nur angelehnt, Lustgestöhn drang aus dem dahinter liegenden Zimmer. Auf dem Bett sah er seine Eltern, noch junge Menschen, jünger, als er sie in Erinnerung hatte. Unerklärlich, warum, aber er wusste, dass dies die Nacht war, in der er gezeugt wurde. Zugleich bemerkte er, dass er einen Eispickel in der Hand hatte. Sein Vater bewegte sich heftig auf seiner Mutter, auf und ab. Diese hatte die Augen geschlossen, gab sich ihrem Mann hin. Er hob den Eispickel und rammte ihn « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Beiträge zu einer Verzweiflung

November 8th, 2009 § 1 Kommentar

„Die Ruhe ist hin“, stellt er in seinen Notizbüchern fest. Er halte den „grassierenden Ökonomismus“ nicht mehr aus, die „Religion der Verkaufbarkeit“. Sogar das Trinken gibt er auf, denn so besoffen könne er leider gar nicht mehr sein, wie er sein müsste, „um diese Welt, in der ich lebe, irgendwie akzeptabel zu finden“. In einer E-Mail an eine Freundin in Hannover wird er deutlicher. Der wirtschaftliche Monotheismus mit seiner exklusiven Erfolgsgläubigkeit habe allerdings eine Achillesferse. Denn „dieser Gott ernährt sich von Lügen. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Wohnst du noch oder spielst du dich schon?

November 8th, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar

Gentrifizierung bedeutet die klassenmäßige Gleichschaltung eines Stadtviertels. Man wird sich als Stadtplaner für so etwas nicht unbedingt die Outskirts aussuchen. Natürlich braucht die Wohnlage, um die es geht, eine gewisse Lebensqualität. Lebensqualität gleich Geld, so ist es. Darum drängt man ins Zentrum — und setzt massenhaft Verdrängungsenergien frei. Balzac Coffee steht hier in hartem Wettbewerb mit Starbuck’s Coffee, Snackbude drängt sich an Dönerbude, Nobelitaliener lässt sich von Szenebar verführen. Wer allerdings einen Kaffee im Sitzen trinken möchte, sollte unbedingt ein Bewerbungsschreiben dabei haben, einen ausgedruckten Lebenslauf mit Foto, ein Zeugnis des Arbeitgebers kann nicht schaden. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Wo bin ich?

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