The Nietzsche in me

Dezember 2nd, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar

Sie haben uns in unserer Wohnung das Wasser abgedreht! Ganz buchstäblich. Wegen Baumaßnahmen. Da könne man nur das ganze Haus abdrehen, sorry, auch wenn es eigentlich nur diese Wohnung da drüben betrifft … Haha. Von wegen!

Da steht also dieser Kerl vor der Tür, sehr gut gemacht, übrigens. Richtig im Handwerker-Outfit, eine freundliche Type. Dem könnte man glatt abnehmen, dass er hier Sanierungsarbeiten im Haus durchführt. Dass er vielleicht einer alten Dame das Klo repariert. Wenn man etwas bescheuert ist, könnte man das denken … Sie haben natürlich MIR das Wasser abgedreht! So viel steht fest. Ein erstes Zeichen. “Waschen kannst du dich von jetzt an nicht mehr, und Kaffeemachen ist auch nicht mehr drin!” Was kommt als nächstes? Hm? Wird mir da der Strom abgedreht? Oder drehen sie mir die Gurgel um? Ja?

Und warum? Weil ich mich nicht davon abbringen lasse, die Wahrheit zu schreiben! Aber auch diese plumpe Art der Einschüchterung verfängt bei mir ganz sicher nicht! Dafür bin ich schon zu weit gegangen auf diesem Weg, von dem ich ja von Anfang an wusste, dass er in die Einsamkeit führt … fernab von allen Menschen, abseits des Gejaules der Masse, der Herde … ah, eine Nietzscheanische Einsamkeit … Moment, es klingelt schon wieder.

- Ja?
- Wasser is wieder an.

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