Ich glaube, von allen Dingen das Fatalste …

Dezember 15th, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar

… das wäre, in Zeiten, da Verlage sich auf das Niveau von Zuhältern herunter gewirtschaftet haben, die Innenansicht einer literarischen Agentur. Mich brachte darauf einer, der sich einen Blogozentriker-Text über die Danny-Schwarz-Stories angeschaut hat. Da kam eine „renommierte Literaturagentur“ vor, was ein bisschen nach einem Oxymoron klingt — um so schlimmer dort, wo man eine Tautologie erwartet! « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Wanderer, kommst du zu den „300″

Dezember 14th, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar

Ein düsterer Film, brutal und irgendwie auch ziemlich dämlich, wie alles faschistoid Ästhetisierte, eine Anti-Perser-Orgie und ein Gemetzel, bei dem alles, was nicht stereotyp westlich ist, zu Schaschlik verarbeitet wird. Ein klassischer Frank-Miller-Comic, so radikal wie „Sin City“, mit viel Geduld und Akkuratesse umgesetzt. Leonidas und seine Spartaner stellen sich am Engpass der Thermopylen dem persischen Großheer in den Weg. Und killen und killen und killen. Bamm, bamm, bamm, wusch, wusch, wusch. Fehlt nur noch Jens Lehmann. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Preis des Erfolgs

Dezember 14th, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar

„Ja, hm, hm.“ Jetzt räuspert sich Bob auch noch! Der Journalist verzieht skeptisch sein Gesicht. Er hat sich das alles hier etwas netter vorgestellt, vielleicht auch glamouröser … weniger leer, sagen wir so.
Wo befindet er sich? Unversehens? In einem Großraumbüro, das mehr oder weniger (von einem kleinen Putzraum abgesehen, in dem Nettie Moore ihre Tage verbringt) eine ganze Etage weit, weit oben im n+2-Tower einnimmt. Hier könnte man jede Menge Schreibtische unterbringen, jede Menge stylische Riesenflachbildschirme, jede Menge Drucker, ja, eine ganze Drucker-Flotte. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Ein Leben, ein Zufall

Dezember 12th, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar

Sie lebte in einem kleinen Zimmer, direkt neben einer Kirche, der Matthäuskirche. Ihr ganzes Leben spielte sich in winzigem, beinahe puppenstubenhaftem Maßstab ab, und ob es ein Glück war, dass sie ihren Job in einem Spielwarenladen behalten konnte, während ihre Kolleginnen nach und nach entlassen wurden, oder ob es ein hämischer Streich des Schicksals war? Man weiß es nicht. Sie war zufrieden, sie beriet gern, half gern weiter. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Tretminen, FDP … sonst eigentlich für alles

Dezember 11th, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar

„Ich würde auch für Giftgas Werbung machen. Ohne Probleme.“
Diese zwei Sätze aus seinem Bewerbungsschreiben hatten mich angefixt. Ich dachte mir, warum nicht? Wo unsere Welt doch sowieso nur noch aus Vorstellungsgesprächen besteht? Neue Männermagazine stellen sich vor, revolutionäre IT-Ideen stellen sich vor, noch schmackhaftere Eissorten stellen sich vor. Und Mitarbeiter stellen sich vor. Meist umsonst. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Liegt gut in der Hand

Dezember 11th, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar

„Soll ich dir was sagen?“
„Was?“
„Ich hab’s satt.“
Jetzt erst schaute Karl von seinem Bauernfrühstück auf. Der hatte kluge, kleine dunkle Augen, der Karl, leider sehr kurzsichtig, so dass er sich sehr anstrengen musste, um den Gesichtsausdruck von Martin zu deuten. Er hatte seine Brille vergessen, am Morgen nur das leere Etui eingepackt. Sogar mit Putztuch.
Vielleicht sollte er sich einfach mal die Linsen putzen? « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Die erste Auszeichnung für „Hohlkörper“!

Dezember 11th, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar

Kaum auf dem Markt, werden die „Hohlkörper“ (nach Auskunft des Verfassers handelt es sich um einen als Plural aufzufassenden Titel, d. Red.) schon mit einem Preis geehrt, und zwar mit dem achthöchsten, den die deutsche Lebensmittelbranche zu vergeben hat. Die „Händlergemeinschaft billiger Rotwein“ (HGBR) würdigt mit der Verleihung des „Goldenen Korkenziehers“, eines vom Esslinger Künstler Erhard Drechsler eigens angefertigten „Kunstgegenstandes aus Blech und Satin“ (Pressemitteilung HGBR) die „herausragenden Verdienste des Autors Robert Mattheis um die unermüdliche Promotion kostengünstiger Sortimentsprodukte“. Der Präsident der HGBR, Lars Abendroth, zeigte sich entsprechend enthusiasmiert: « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Ufo über Norwegen?

Dezember 10th, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar

Diese Meldung auf web.de hielt die Welt in Atem: „Eine seltsame Lichtkugel sorgt für Aufregung [über den norwegischen Fjorden, d. Red.] — manche halten sie für eine Botschaft von Aliens, andere wiederum für eine verirrte Rakete.“ Es soll sogar eine Fraktion von Ufologen gegeben haben, die von einem „dreisten Bildbearbeitungstrick“ sprachen.

Doch jetzt winkte der Blogozentriker generös ab. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Geschichte eines Namens

Dezember 10th, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar

Der seltsame Name Baries Barun verdankte sich einem bizarren Unfall. Oder Zufall. Keineswegs jedoch einer schrecklichen Laune der Eltern. Nein, die ganz gewöhnliche Trunksucht eines Standesbeamten war verantwortlich. Und die Penibilität des Vaters. Der hatte, statt „Boris“, unbedingt „Baries“ sagen müssen, wie ein echter Russe. Das war so festgehalten worden, dabei war weit und breit kein echter Russe zu sehen.

Dass der Familienname, Braun, seine konventionelle Form verlor, lag daran, dass trunkene Finger ungleichmäßig schnell sind. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Aus des Blogozentrikers Nachtbüchern

Dezember 10th, 2009 § Hinterlasse einen Kommentar

Ah, dachte Georg, geiler Tag! Beschwingt fuhr er seinen Laptop hoch. Arbeitsmäßig lag nichts Besonderes an, abends dann das Konzert mit seiner Freundin und Pelzi, auch der Himmel ein einziges Hochgefühl in Blau, und … und dann « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Wo bin ich?

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