„This is a copy, right?“

Februar 12th, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

- Und wenn es doch einem auffällt?
- Einfach mal so ne ganze Seite, sagte Bert „Big“ Bruder. Er war skeptisch. Auch wenn es nur in einem Mini-Untergrund-Verlag erschienen ist. Riskant ist das schon.
- Vor allem, setzte Georg hinzu, wenn wir in solchen Auflagen denken. Mit jedem Exemplar steigt die Wahrscheinlichkeit, dass einer was merkt.
- Und? Was soll’s! Bob lachte. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Kryptoklepto Roadmovie

Februar 11th, 2010 § 1 Kommentar

Well, jeder will der Schriftsteller-des-Jahres sein, und dann kommt diese 17-jährige um die Ecke und knallt ein literarisches Debüt hin, das sich gewaschen hat. Das erregt natürlich eine Menge Missmut. Ist ja klar. Ich z. B. musste sowohl “Axolotl” googlen als auch “Roadkill”, und ich könnte mir vorstellen, dass es nicht wenigen ebenso ging. Und damit hatte Helene Hegemann ja schon sehr klar gemacht, dass es sich bei ihrem Text um ein Meta-Ereignis handelt. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

night once more

Februar 7th, 2010 § 1 Kommentar

„Seltsam, jetzt auf diesem Scherbenhaufen zu stehen, auf diesen Relikten des großen Scherbengerichts.“
- Was?
- Ich lese nur vor, was Bob auf seiner Schreibtischunterlage notiert hat.
- Und immer noch kein Lebenszeichen?
- Nein. Mitten über dem Atlantik – weg.
- „Gerichtstag über sich selbst halten, Herr Ibsen, eine schöne Idee — aber bitte in einem ordentlichen Zivilverfahren, nicht wahr? Blogo gegen Zentriker. So aber? Wenn jeder daher kommt und seine Scherbe hinlegt, vom rätselhaften Dr. Nostradamus bis zum ominösen bobbowitsch? « Den Rest dieses Eintrags lesen »

1.000 und keine Nacht

Februar 6th, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

- Wann werden Sie zurückkehren?
Sie sah mich traurig an. Ich schenkte ihr ein Lächeln. Wenn man oben auf einem Pferd sitzt, fest im Sattel auf dem sprichwörtlichen hohen Ross, dann hat man gut lächeln.
- Ich kehre nicht zurück, sagte ich. Mein Abenteuer ist vorbei. Ich werde jetzt dem Rat einer klugen Freundin folgen, die einst zu mir sagte: „Geh heim und führ ein stilles Leben!“
- Und, sie schluckte, ich?
- Sie? « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Swoosh

Februar 5th, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Draußen rutschen kleine Kinder in bunten Jacken, dicke Schulranzen auf dem Rücken, juchzend über das knochenharte Eis. Sie sind auf dem Heimweg von der Schule. Das Blau am Himmel verblasst, das Backsteinrot der Basilika wird fahl. Sogar die Geräusche verlieren an Klarheit und Glanz, in dieser Stunde, bevor die Lampen anspringen.

Während sich das Leuchten aus der Welt zurückzieht, erstrahlt das Licht freitäglicher Freiheit in mir, und mein rechter Fuß gleitet davon, auf dem spiegelglatten Grund. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Maschinensprache

Februar 5th, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Wenn einer denkt, irgendwo, in irgendeiner Organisation, da stecke ein Geist drin, dann ist er entweder ein Idealist oder ein Spinner. Was ja wohl auf ein und dasselbe hinausläuft, letzten Endes. Organisationen sind einfach riesengroße Maschinen, deren Aufgabe es ist, aus menschlichen Hoffnungen zerstörte Leiber zu machen. Organisationen entziehen dem menschlichen Organismus das Wertvollste, nämlich die träumerische Substanz. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

„Kundschaft!“

Februar 5th, 2010 § 1 Kommentar

Leutchen, denen man die Tür aufhalten muss, damit sie einen demnächst wieder beehren? Text-Konsumenten, die Anspruch auf ein bisschen zwischenmenschlichen Mehrwert haben, auf das Benefit ständigen sofaseligen Gequassels? Nee, so sah ich die Leser des „Blogozentrikers“ eben nie! Vielleicht sah ich in ihnen dann sogar eher noch Verwandtschaft — im Sinne allerdings einer Wahl-Verwandtschaft. Bloß nicht Bluts-, jenes Bluts nämlich, mit welchem immer das Blut gemeint ist, das die Verwandten am liebsten fließen ließen … nein, eine geistige Affinität, ein freundliches Wiedererkennen des einen oder anderen Charakterzugs im Fremden womöglich, eine vorsichtige Sympathie … so etwas hatte ich im Sinn … « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Mein Klischee und ich

Februar 4th, 2010 § 2 Kommentare

Wir alle sind natürlich fest davon überzeugt, dass wir kein Klischee seien. Sondern ein pulsierender, atmender, lebendiger, ganz und gar unverwechselbarer Mensch.
Etwas Einmaliges. Ein Prototyp. Direkt von der Quelle stammend. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Jeder Mensch ein Künstler

Februar 4th, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Ein guter Satz, ein wahrer Satz. Jeder Mensch ist zumindest in seinen Träumen ein echter Poet. Daran gibt’s keinen Zweifel. Aber auch die Kunstfertigkeit, die dazu gehört, sich alltäglich eine Welt zu konstruieren, die einem nicht sofort auf den Kopf fällt. Eine Welt, die man aushält. Mit sich selbst, einem seiner selbst unbewussten, blinden, gehörlosen Gehirn, als Zentrum. Auch das ist die Leistung eines Artisten, der ratlos unter der Zirkuskuppel hängt. Was jetzt? « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Obliteratur

Februar 3rd, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Und darum weicht die herrschende Literatur eben dem tatsächlichen allgemeinen Zustand aus, bleibt freiwillig hinter dem Wirklichen zurück. Sie kuschelt sich ein in Minderheitenproblematiken, wickelt sich blutgetränkte Lappen um den Kopf, anstatt den Kampf aufzunehmen. Eher weiß sie für die Vergangenheit Rat als für die Gegenwart. Eines der Symptome in dieser Richtung sind die aktuellen Theaterschließungen, die als Mode von Wuppertal aus die ganze Republik zu erfassen drohen.

Larmoyant die Notwendigkeit von Kultur zu behaupten, hilft da natürlich gar nichts! Wichtig wäre der Nachweis, dass ohne Kultur tatsächlich etwas Zentrales in den Menschen erstürbe, sicherlich etwas, das den Menschen bewusst gar nicht zugänglich ist. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Wo bin ich?

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