Herz, das spinnt

März 31st, 2010 § 1 Kommentar

Jeff Bridges ist ein Genie. Er hat die Stafette, oder vielleicht die Fackel, von Robert Mitchum übernommen. Wie er in „Crazy Heart“ agiert, das ist sensationell. Neben ihm nimmt sich Mickey Rourke auch in schauspielerischer Hinsicht wie eine Krawallnudel aus, finde ich. Die beiden Rollen von abgehalftertem Country-Barden („Crazy Heart“) und abgehalftertem Catcher („The Wrestler“) sind ja durchaus vergleichbar, auch wenn der Filmkritiker der „Süddeutschen Zeitung“ da sicher anderer Ansicht wäre, allein schon, weil er es nie übers Herz brächte, das Offensichtliche auszusprechen, wie z. B. die simple Wahrheit, dass er « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Dank an die Leser!

März 31st, 2010 § 11 Kommentare

Eine mir vom Acabus Verlag, Hamburg, zugesandte Statistik beweist: 84 Menschen in diesem Land haben sich die HOHLKÖRPER gekauft! Ihnen allen sei hiermit mein herzlichster, wärmster Dank ausgesprochen.

Leider zahlt mir mein Verlag den Gewinn (immerhin an die 90,- Euro) erst aus, sobald die Rückgabefristen verstrichen sind. Ist das nicht ein Wahnsinn? Dass man ein Buch ZURÜCKGEBEN kann? Nachdem man es gekauft hat? In diesem Land?

Natürlich wird dieser Extremfall im Fall der HOHLKÖRPER nicht eintreten. Ist ja klar. Ich glaube nicht, dass sich jemand mit seinem Exemplar der HOHLKÖRPER noch irgendwohin traut. Aber trotzdem. Es ist eine Schweinerei, wie Autoren behandelt werden …

Von jetzt an mögen die Fans — und vor allem die Kritiker — des Blogozentrikers sich an „De fofftig Penns“ halten. Alles, was ich noch hätte sagen können, bei ein bisschen Lust und Laune, machen diese Jungs mit Links. Und das Beste: Kein Wort ist zu verstehen! Die Gedanken sind frei.

Tausend Dank, alles Gute,

Der Blogozentriker

Verschwörung der Idioten

März 31st, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

- Moment. Nur damit ich das kapiere. Sie wollen WAS tun?
- Na ja. Frau Kolossa zuckt ihre Achseln. Ihr Buch ist nicht gerade ein Bestseller …
- „Hohlkörper“.
Frau Kolossa ist blond, sie sieht ein bisschen aus wie Sharon Stone zu der Zeit, da sie „Basic Instinct“ drehte. Den ersten Teil. Sie trägt ein Kostüm von der Farbe hellen Betons, will ich damit sagen. Sie ist das, was man früher eine Femme fatale nannte. Bevor es Weiber wie Lady Gaga gab.
- „Hohlkörper“, ja. Danke für den Produkthinweis, sagt sie. Und deswegen hat Ihr Verlag uns eingeschaltet. Wir sollen mal sehen, wie wir ein bisschen Dampf ins Marketing bringen.
- Und da stießen Sie auf … « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Lieber Herr metepsilonema,

März 30th, 2010 § 1 Kommentar

ein Populist hat’s mit dem populus (lat. „das Volk“). Er ist volkstümlich, volksnah. Er schaut dem Volk aufs Maul und lässt sich selbst von den Stimmungen abholen, die er erzeugen will. Tut das der Blogozentriker? Wenn ja, dann wäre ich entzückt, dieses „Volk“ oder „Völkchen“ mal kennen zu lernen! Die würde ich gerne bei mir zum Tee einladen! Selbst in meiner kleinen Küche, ich zweifele daran nicht, hätten wir alle Platz.

Ist, anders gefragt, die Methode der Dekonstruktion etwas anderes als Rhetorik? « Den Rest dieses Eintrags lesen »

De 50-Penns-Opera

März 29th, 2010 § 1 Kommentar

- Herr B., Sie sind der Manager von „De fofftig Penns“.
- Das kann sein.
- Das kann sein?
- Das kann wohl sein, ja.
- Wieso kann das denn sein?
- Na, weil es nicht ausgeschlossen ist.
- Aber nach unseren Informationen ist es so.
- Dann ist doch gut.
- Sind Sie also der Manager, ja? Das stimmt? « Den Rest dieses Eintrags lesen »

beim arsch lecken SCHÖN furzen?

März 29th, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Viele Leute zerbrechen sich den Kopf darüber, wie es mit unserer Gesellschaft weitergehen kann. Klar, bei Facebook immer Unbekannten die Nase ins Arschloch stecken und sich auf die nächste Blähung freuen — geht auch. Aber wohin führt’s? Ist das ein zwischenmenschliches Modell mit Zukunft? Mal provokant gefragt: Kann dieses Schema wirklich das Vakuum füllen, das der Zusammenbruch des Marxismus-Leninismus hinterlassen hat? « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Zweierlei Sprudeln

März 28th, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Als Comedian hat man’s auch nicht leicht. Womit ich keineswegs meine, es sei eine Schwierigkeit, so ein bescheuertes Publikum zum Lachen, Wiehern und Schenkelklopfen zu animieren — nichts ist leichter, wenn man den Dreh raus hat, als Arbeit an der Masse. Die Masse hat einen IQ von etwa 60, auch wenn man immer von der „Klugheit der Vielen“ redet. Die Masse ist damit nicht gemeint. Die Masse ist gnadenlos, und vor allem ist sie gnadenlos flach. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Es gibt keinen Helden in dieser Geschichte

März 27th, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Eigentlich ein verpfuschtes Leben, dachte ich, in dem ganzen alten Kindheitskrempel herum wühlend. Fotos, Kindergartenbilder, unabgeschickte Briefe, durchgestrichene Sätze. Fragmente eines ungelebten, nicht zu lebenden Lebens.
Ich saß an meinem alten Schreibtisch, wie gelähmt. Vor mir in einem grinsenden Zahnputzbecher verrostete Zeichenfedern. Hunderte von Comics hatte ich damit angefangen und nie beendet. Hunderte von Zeichnungen, immer wieder dasselbe Zeug, dieselbe irre idiotische Zeichnung, ein Mann, der auf eigenen Füßen steht.

Schon beim zweiten Bild war ich regelmäßig eingeknickt, hatte das Vorhaben aufgegeben, von Neuem angesetzt. Besser scheitern. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Kick it like Kuranyi

März 26th, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Irgendwie schrecklich, dass sich all diese Lebensläufe so gleichen müssen. Düsseldorf, Heidelberg, New York, Lektor, Werbetexter, ein bisschen Kultur, hat einen Roman geschrieben, der genau vier Mal verkauft wurde. Achtbar, aber auch nutzlos. Früher hätte man gesagt: sinnlos. Aber das wäre schon eine Übertreibung, n’est-ce que pas? Noch nicht alt, aber eben auch längst nicht mehr jung. Einer, der ab und an mal von der Ersatzbank aufsteht und eine Ecke tritt. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Loch

März 25th, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Tatsächlich. Mein Vater hatte sie noch. Ich zog die Schreibtischschublade ganz auf.
Irgendwo unten hörte ich den alten Mann husten.
Sie lag auf Briefpapier gebettet. Briefpapier, das den Namen meines Vaters trug. Meine Augen fraßen sich daran fest. Diese Adresse, diese furchtbare Adresse im Nirgendwo, dieses Nichts von einer Adresse. Dort, wo die Heimat hätte sein sollen, war ein Loch.
Husten hörte ich ihn, unten, irgendwo.
Dort, wo ich hätte sein sollen. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Wo bin ich?

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