De 50-Penns-Opera
März 29th, 2010 § 1 Kommentar
- Herr B., Sie sind der Manager von “De fofftig Penns”.
- Das kann sein.
- Das kann sein?
- Das kann wohl sein, ja.
- Wieso kann das denn sein?
- Na, weil es nicht ausgeschlossen ist.
- Aber nach unseren Informationen ist es so.
- Dann ist doch gut.
- Sind Sie also der Manager, ja? Das stimmt?
- Wenn das Ihre Informationen sagen.
- Also ja?
- Ich gedenke mich von Ihnen nicht in die Enge treiben zu lassen, tut mir leid!
(Lacht.)
- Sie sind nicht der Manager, heißt das? Oder wie?
- Es heißt, ich möchte Sie fragen, warum ich der Manager von einer Band sein sollte, deren Texte ich nicht einmal verstehe?
- Sie sprechen kein Platt?
- Unter uns. Ich halte es nicht für sehr wahrscheinlich, dass es eine Sprache gibt, die sich “Plattdeutsch” nennt.
- Warum denn nicht?
- Würden Sie sich denn “Plattkopf” nennen? Wenn Sie die Wahl hätten?
- Ich?
- Ja.
- Nein. Natürlich nicht.
- Sehen Sie.
- Aber den Namen hat sich die Sprache, also, der Dialekt …
- Da geht’s schon los. Ist das überhaupt eine Sprache?
- Dialekt.
- Wenn es aber keine Sprache ist. Kann man in einer Sprache singen, die es nicht gibt?
- Es ist ein Dialekt, das ist doch jetzt …
- Und, noch einen Schritt weiter. Kann ich eine Sprache verstehen, die es nicht gibt?
- Herr B., das ist doch alles Blödsinn, was Sie hier verzapfen!
- Mag sein. Vielleicht spreche ich ja auch Plattdeutsch?
(Kurze Pause.)
- Wäre also, Ihrer Ansicht nach, der Erfolg von “De fofftig Penns” auf die Tatsache zurückzuführen, dass, äh …
- Ja?
- Na, dass es die Sprache nicht gibt, in der sie singen? Das meinen Sie?
- So hab ich das nicht gesagt.
- Was haben Sie denn überhaupt gesagt?
- Ich frage mich vor allem, warum Sie diesen Erfolg unbedingt erklären müssen. Als wollten Sie ihn klein reden!
- Nein! Ich frage mich nur, im Namen unserer Hörer …
- Ja, vielleicht fragen sich Ihre Hörer das aber gar nicht?
- Sondern? Was fragen sich unsere Hörer?
- Die fragen sich vielleicht, wer “De fofftig Penns” überhaupt sind.
- Und?
- Das ist so eine Band, oder?
- Ich hab keine Ahnung. Ich arbeite fürs Radio. Ich mache Rolle vorwärts im Studio.
- Eines steht jedenfalls fest.
- So?
- Wenn diese Band Erfolg hat.
- Ja?
- Wenn sie tatsächlich Erfolg hat. Was ich nicht weiß.
- Ja.
- Eines weiß ich.
- Sagen Sie’s doch bitte endlich, einfach, okay?
- Am Management liegt’s nicht.
BANNIG KONDOMIG!!