Brandspuren
Mai 31st, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar
Du spürst sofort den Leidensdruck,
Sobald der Vorhang der Pupille
Sich morgens hebt. Das ist genug,
Das bisschen Licht. Vollkommne Stille
Der Nacht weicht hektischem Getöse.
Der Tag wird hart, der Tag wird böse,
Das denkst du noch, ins Bett gepresst, « Den Rest dieses Eintrags lesen »
Tod eines Bloggers
Mai 30th, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar
- Wir haben ihn in einer Mülltonne gefunden. Genauer: seinen Kopf. Genauer: ein Müllmann.
- Ohne Zähne.
- Der Kopf, nicht der Müllmann.
- Ist in Behandlung.
- Der Müllmann.
- Die Arme und Beine fanden Taucher später im Kanal. « Den Rest dieses Eintrags lesen »
Heidi
Mai 28th, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar
Logisch, der Job hat seine Härten. Gut bezahlt, keine Frage, aber halt auch hart. Da kann morgens schon mal das Handy klingeln, noch vor Sonnenaufgang, und Heidi ist dran. Heidi hat mit ihrer Crew den ganzen Abend über gemeetet, im Hafen von Cannes, auf ihrer Jacht, da war mal wieder Brainstorming angesetzt, und dabei ist der Champagner in Strömen geflossen, und jetzt haben sie diese sensationelle Shooting-Idee, und die muss natürlich just-in-time umgesetzt werden. Mr. Justintime bin ich. « Den Rest dieses Eintrags lesen »
(Sic!)
Mai 28th, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar
Liebe, sagen sie, sei nur ein Wort.
Sie habe nämlich keinen Ort.
Drum sei sie nur als Klang vorhanden.
So habe ich’s zumindest verstanden.
Es stimmt ja auch! Beschwörungsvoll « Den Rest dieses Eintrags lesen »
Reimt
Mai 27th, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar
Scherz, witzigerweise, reimt sich auf Herz.
Tod, wenig erfreulich, reimt sich auf Kot.
Blut, lass uns bedenken, reimt sich auf Wut.
Krass, Wort aus der Gosse, steht auf den Hass.
Wörter können texten. Scheine können scheinen. « Den Rest dieses Eintrags lesen »
Furz nicht, wenn du kannst
Mai 27th, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar
Es gab in den Achtzigern einen Film, die Älteren werden sich erinnern, der hieß … nee, warte mal. Mensch, wie hieß der denn noch gleich? Damals war das eine richtige Cineasten-Ikone, ein Kultfilm … Oder war das sogar in den Neunzigern? Ja, das könnte auch … Wie auch immer, es war so ein Horror-Schocker, eigentlich gar nicht so übel gemacht, gut fotografiert, ziemlich dunkel, leider auch ziemlich geschmacklos. Die Story ist schnell erzählt. « Den Rest dieses Eintrags lesen »
Tagfahrers Nachtlied
Mai 26th, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar
Kamst du, kam alles andre anders?
War alles schon am Anfang wie verrückt?
War dir bestimmt, dass du im Kreise wanderst,
Zurück zu dem, was immer vor dir liegt?
Du wolltest sein; wohlan, so musst du leiden! « Den Rest dieses Eintrags lesen »
Na klar war ich irgendwie auch traurig …
Mai 25th, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar
… als Bob, der Bär, dann endlich tot zu unseren Füßen lag. Der riesige Räuber, der Wildfang des Waldes, der Schrecken der spiegelglatten Seenlandschaft. Jetzt machte er keinen Mucks mehr. Fangschuss.
Wir hatten ihn eine ganze Woche lang gehetzt, und unsere unerbittliche Hartnäckigkeit war vom verdienten Erfolg gekrönt worden. Auch das war eine Art, die Dinge zu sehen, oder? « Den Rest dieses Eintrags lesen »
Neil LaBrute
Mai 24th, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar
Jetzt ist es amtlich: Die HOHLKÖRPER werden fortgesetzt! Die Abenteuer von Bob und Georg werden ergänzt um die Abenteuer des Marcel Päderlein, eines Shootingstars am Kunsthimmel über unserer Glitzerwelt. Ganz viele Sonden und Sonnen, Sterne und Sternchen, Plasmateilchen und außerirdische Intelligenzen, Weiße Zwerge und Rote Riesen, Meteore, Planetoiden, Satelliten, Kometen, Galaxien, Sternzeichen und Laserstrahlen schweifen dort oben herum in diesem speziellen Orbit … hier mal mitten heraus gegriffen ein Kapitel aus dem neuen Teil der „Unmenschlichen Komödie“, aus DER HIMMEL ÜBER DER LAGUNE:
Er hatte Neil LaBrute am Ende einer langen Reise gefunden, die, wie Claude Päderlein zu guter Letzt herausfand, auch eine Reise zu sich selbst gewesen war. „Neil LaBrute“ war natürlich nur ein Pseudonym, und auch die Fotos des Autors von „Wie man eine Frau aufreißt!“ hatten mit der realen Physiognomie von Xaver Meyer nicht viel zu tun.
Anders als auf dem Umschlag seiner „101 Tipps zum richtigen Ficken“ und in unzähligen Zeitschriftenartikeln dargestellt, war Neil LaBrute alias Xaver Meyer kein kleiner, hässlicher Man mit Brille, Mundgeruch und schütterem Haar, der sich durch pathologische Großmäuligkeit hervortat, sondern ein blonder, breitschultriger Hüne, ein sanfter, leiser Mann mit einem Engelsgesicht. « Den Rest dieses Eintrags lesen »