Na klar war ich irgendwie auch traurig …
Mai 25th, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar
… als Bob, der Bär, dann endlich tot zu unseren Füßen lag. Der riesige Räuber, der Wildfang des Waldes, der Schrecken der spiegelglatten Seenlandschaft. Jetzt machte er keinen Mucks mehr. Fangschuss.
Wir hatten ihn eine ganze Woche lang gehetzt, und unsere unerbittliche Hartnäckigkeit war vom verdienten Erfolg gekrönt worden. Auch das war eine Art, die Dinge zu sehen, oder? Ich konnte meinen Respekt für To’tschmin, den Irokesen, der diesen Wahnsinnstreffer gelandet hatte, nicht verhehlen, ebenso wenig allerdings meine Verachtung für den abgefeimten rothäutigen Mörder. Er hatte aus mindestens einer halben Meile Entfernung ins Schwarze getroffen, vielmehr ins Braune, ins braune Fell nämlich auf der Stirn von Bob, dem Bären.
To’tschmin grinste breit, auf seine Büchse gestützt. Er brabbelte wieder etwas auf Irokesisch. Seit einer Woche hörte ich mir sein irokesisches Gebrabbel an. Diese Irokesen, verdammt, sie reden alle mit sich selbst, ununterbrochen, wie senile Tattergreise. Ich fuhr ihn irgendwann an, als ich sein irokesisches Gebrabbel nicht mehr aushielt: „Klopf doch wenigstens deinen Iro glatt, du Hornochse, als Zeichen des Respekts und der Trauer!“