aber was sie sagte

Mai 14th, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

- Sie sind wahnsinnig. Wirklich komplett wahnsinnig!
- Aber wieso denn?
- Diese Fotos auf Ihr Blog hochzuladen! Was haben Sie sich denn dabei nur gedacht? Sie sind doch …
- Was? Da kann man doch sowieso nichts erkennen!
- Ach nein? Man kann jede scheußliche Einzelheit erkennen! Allein dieser linke Fuß …
- Ja, ich meine doch aber, man kann diese Körperteile überhaupt nicht zuordnen. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Weißblau

Mai 14th, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

„Mit dem allergrößten Bedauern“, sagte der Offizier mit einer Grimasse unüberbietbarer Blödheit. Der Lauf seiner Pistole war immer noch direkt auf meinen Bauch gerichtet. Mit seiner freien Hand zwirbelte er seinen Schnurrbart. In seinen dunklen kleinen Augen lag ein stumpfer Glanz.
„Sie sind ein Faschist“, sagte ich milde. „Sie können nur töten und zerstören.“
„Das stimmt.“ « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Alter, ego!

Mai 14th, 2010 § 1 Kommentar

Unter meinem Zweitnamen fragte ich mich selbst an der Pinnwand meines Facebook-Accounts, ob ich eigentlich immer noch vorhätte, das Preisgeld aus Klagenfurt für den Ingo-Niermann-Fonds zu spenden.
Die Antwort blieb ich schuldig.
Erst mal.

Er war wie dieser Schriftsteller, der …

Mai 13th, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

… Angst davor hatte, zu schreiben; der vor dem Gelingen Angst hatte, da, wenn ihm etwas gelungen wäre, dieses Gelingen bedeutet hätte, dass er angekommen war — und davor fürchtete er sich. Unerklärlich, warum. Aber anzukommen war für ihn gleichbedeutend, offenbar, mit Sterben. So war auch Friedemann Maar. Er verweigerte sich der FORM. Für sich als reale Person, als Mensch, wollte er keine Form anerkennen. Er wollte wandelbar bleiben, proteusartig, wässrig; niemandem sollte Gelegenheit gegeben werden, ihn zu greifen. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Die Marquise um fünf

Mai 13th, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

„Ich habe an diesem Roman 13 Jahre gearbeitet. Und jetzt, scheint mir, ist er wahrhaft umfassend. Und umfassend wahrhaftig. Eine runde Sache, haha, wenn ich so sagen darf! Ein Kosmos in itself, ein Universum eigenen Rechts, ein Kreis, der sich schließt …“
„Aber Sie machen sich ja lächerlich, Jacques, wenn Sie hier so hochtrabend Ihre Elogen exerzieren lassen!“, rief Orsini aus, lachend, ein gutmütiger Bär voll aufmüpfiger Laune, der sein Tropfen spritzendes Weinglas schwenkte.
Er lallte leicht, überflüssig zu erwähnen. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Versfuß’ Sehnsucht

Mai 12th, 2010 § 1 Kommentar

Gezeichnet schon vom Speiseröhrenkrebs
Verreckt, verrissen, dunkelheitsdurchwandert
Fernab der Diagnose, dass du lebst
Hast du die tiefsten Pfade leer mäandert
Zigarre haltend, in der Hand das Glas
Voll bernsteinfarbnem Trank
So schenktest du dem Tod sein Maß für Maß « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Bewegtbilder

Mai 11th, 2010 § 3 Kommentare

Stehen Wörter jemals still? Doch nicht, oder? Sogar wenn sie niedergeschrieben sind, sind sie eigentlich dauernd in Bewegung. Wie wäre es sonst erklärlich, dass sie uns desto fremder erscheinen, je genauer wir sie uns anschauen? « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Flurdialog

Mai 11th, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

„Mmmh. Wieder lecker essen!“
„Ich freu mich!“

Aus den Aufzeichnungen eines arte-Regisseurs (#7)

Mai 11th, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Schon wieder! Eine Panikattacke! Mitten in der Nacht. Mein Brustkorb ist splitterndes Eis, meine Augen sind aus Marmor. Fuck, denke ich. Ich liege allein in einem viel zu großen Bett, das ich mir zu einer Zeit angeschafft habe, als ich noch glaubte, irgendwann müsste ich nicht mehr allein darin liegen. Inzwischen ist der Abdruck meines aufgedunsenen Körpers das Einzige, was mich noch an die Möglichkeit von etwas außer mir selbst erinnert. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Aus den Aufzeichnungen eines arte-Regisseurs (#6)

Mai 10th, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Heute sind es genau zwei Jahre, dass sie mich raus geschmissen haben. Wie einen alten, durchgesessenen Schreibtischstuhl. Wie einen kaputten Laptop. Ohne jedes Mitgefühl. Wieso haben sie nicht noch einen Versuch mit mir gemacht? Mir eine zweite Chance gegeben? Okay, dass ich diese Praktikantin … meine Scheiße, sicher. Das war nicht nett. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Wo bin ich?

You are currently viewing the archives for Mai, 2010 at jetzt ALT: der NEUE blogozentriker.

Follow

Get every new post delivered to your Inbox.