Ausgeleiert

Juni 4th, 2010 § 2 Kommentare

Es ist etwas peinlich, wenn man eingestehen muss, dass man es einfach nicht mehr bringt. Aber manchmal führen uns unsere Solokarrieren über ein kurzes Hoch (das man vielleicht auch nur selbst, von den Rücksichten auf die Band-Mitglieder befreit, als solches empfand) direkt in den Abgrund. Plötzlich erkennt man, dass die so erfrischende, beschwingende Ausdruckslust sich erst in Ausdruckswut, in eine Art poetischen Bekenntnisdrang verwandelt hat und dann, mehr oder weniger übergangslos, zum Ausdrucksfrust versauert ist. Man ranzt und raunzt nur noch so rum. Kam man sich eine Weile immerhin so vor, als hätte man den Unterhaltungswert von, sagen wir, Milan Peschel oder Birgit Minichmayr, fühlt man sich eines Morgens wie ein Provinzmime, der seine eigenen Einfallslosigkeiten nicht mehr erträgt. Und erst mal in die Provinzkneipe tapert.

Allen, die wissen wollen, was möglich wäre oder mindestens war, empfehlen wir mit Nachdruck noch einmal: Let the good times roll!

Tagged:, ,

§ 2 Antworten auf Ausgeleiert

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Log Out / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Log Out / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Log Out / Ändern )

Verbinde mit %s

Was ist das?

You are currently reading Ausgeleiert at der blogozentriker. Worthülsen im Dauerstress.

Meta

Follow

Get every new post delivered to your Inbox.