Gelbe Helme

August 10th, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Ja, sag mal.
Mir stand der Mund offen. Ich meine, ich hab in meinem Leben ja nun wirklich schon manchen Scheißdreck zu Gesicht bekommen. Dass ich in dieser Hinsicht besonders verwöhnt wäre, kann man nicht behaupten. Aber was Georg mir hier bot, übertraf alles Bisherige bei weitem!
Um erst mal wieder runterzukommen und mich davon abzuhalten, dass ich stehenden Fußes ausrastete, beschloss ich, ein paar Schritte zu tun. Ich sagte: „Eine Sekunde, bin gleich wieder da“, und ging los. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Verklemmt?, denke ich.

August 10th, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Wieso denn verklemmt?
Ich mache auf dem Absatz kehrt. Okay, mal eine Abfuhr zu erhalten. Das ist der normale Gang der Dinge. Geschick und Geschicklichkeit. Aber so ein Schlag ins Gesicht? Eine Demütigung von diesem Kaliber? Eine Demütigung sondersgleichen?
Und mehr noch: vor aller Augen?
Sauerei!
Ich fahre herum, ich stampfe mit dem Absatz auf. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

- Nein, der Leser liebt die Lücken.

August 9th, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Ich lache.
- Nein, wirklich, sagt sie. Sie lacht jetzt auch.
- Sie sind nett, sage ich.
- Und trotzdem habe ich recht.
Sie weiß wirklich, wie man flirtet. Mir wird ganz heiß. Ich schaue zur Seite. Ich überlege, was ich tun kann. Mit meinem: „Sie sind nett“ habe ich mich ein bisschen zu weit vorgewagt.
- Eigentlich sind Sie eine Pedantin, sage ich darum. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Der kleine Georg (4)

August 9th, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Unglaublich, denkt der kleine Georg, nichts zu entdecken! Er hat den Handtuchhalter jetzt bestimmt zehn Minuten lang inspiziert, und? Kein Blut, keine Gehirnmasse. Als wäre nie ein Agent der Gegenseite damit erschlagen worden. Aber der kleine Georg hat es genau gehört. Er hat in seinem Bett die Geräusche des Kampfes vernommen, das Keuchen, das Purzeln, dann den Schrei, als die Mutter zuschlug. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Der kleine Georg (3)

August 6th, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Wenn er jetzt den Hahn aufdreht, denkt der kleine Georg, dann wird Blut herausströmen. Das Blut wird ihm über die Haare laufen, über sein Gesicht, in die Augen. An die durchsichtige Plastiktür gedrückt, starrt er hinauf zum Duschkopf. Dabei wäre es ausgerechnet heute so eminent wichtig, dass er geduscht in die Schule kommt! Er ist in eine Deutsch-Arbeitsgruppe mit Susi eingeteilt worden. Das bedeutet, er wird zwei Stunden des Vormittags neben Susi sitzen. Ihren Duft atmen. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Offener Brief an mich selbst

August 6th, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Ich hatte wirklich gehofft, vom Blogozentriker früher oder später leben zu können. Darum steckte ich so viel Kraft und Inspiration in dieses Unternehmen. Aber womit ich nicht gerechnet hatte, das war die Stumpfheit der Masse. Die schiere Ignoranz, durch unbegreifliche Arroganz sauber abgefedert, der Internetjunkies. Die denken, sie befänden sich im Kolosseum, und wir wären die Gladiatoren! Immer nur: Daumen runter, Rübe ab. Sauerei. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Der kleine Georg (2)

August 6th, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Aber nein, er wird den Deckel nicht hochklappen. Er ist doch nicht verrückt! Darunter lauert das Krokodil, sprungbereit, blutdurstig, mit schwerem Atem. Seine Zähne hat der Unhold extra geschärft – die Nagelfeile der Mutter weist merkwürdige weiße Schleifspuren auf. In der Nacht hat der kleine Georg das Schaben gehört. Später dann ist das Krokodil in die Kloschüssel zurückgeschlüpft.
Bestimmt sind die Morgennachrichten schon voll von Warnungen vor dem „Ungeheuer aus der Kanalisation“. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Der kleine Georg (1)

August 5th, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Vor dem Spiegelschrank stehend, fragt sich der kleine Georg, was da drin verborgen sein mag. Er tippt auf Drogen. Oder geheime Unterlagen, kopiert auf Mikrofilm. Nicht, dass er seinen Eltern nicht über den Weg traute! Aber sie haben Probleme, ernste Probleme. Warum sonst sind sie gestern erst so spät nach Hause gekommen? Schreiend, keifend? Warum landete mit einem hysterischen Klirren ein Weinglas an der Wand? « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Tod

August 4th, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Es sei nun einmal so, beschied ihn Gangbang Joe, niemand könne darüber wirklich richten. Tony sei pervers. Aber Hamburg sei eh eine perverse Stadt. Die meisten Leute hier lebten in Angst. Graue, zittrige, eingefallene Menschen. Schon morgens in der U-Bahn, auf dem Weg ins Büro, eine Atmosphäre zum Schneiden, ein unerträglicher Gestank in der Luft, ein Miasma der Panik. Auch eimerweise Parfüm vermöge diesen Geruch nicht zu übertünchen. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

folter.de

August 3rd, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

„Wir könnten ihm kochendes Wasser auf den Rücken gießen. Das erzielt oft die gewünschten Resultate.“
„Ach.“ Jim Beam winkte ab. „Oldfashioned!“
„Und was hältst du davon, ihm einen Finger nach dem anderen zu brechen?“
„Oder abschneiden“, schlug Lucky vor.
„Ist natürlich ne Riesensauerei“, gab Willy Kaiser zu bedenken. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Wo bin ich?

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