„Ich can’t give you anything …

September 22nd, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

… but love, baby …“ Als Lars kurz zu sich kam, sah er, dass er tanzte. Er tanzte mit Cléo Marcisse, und Pierre Marcisse, der nicht nur tanzte, sondern auch noch sang, hatte sich Barbara geschnappt. Er hatte die Arme um die junge Frau gelegt und die Hände auf ihrem Hintern platziert und grinste Lars über Barbaras Schulter hinweg auf ziemlich frivole und herausfordernde Art an, und Lars versuchte, halb wütend, dasselbe bei Cléo zu machen, ihr auch seine Hände auf den Hintern zu legen, aber sie schob seine Arme, die wie aus Gummi waren, fort, und murmelte etwas, das er nicht verstand, in sein Ohr, aber er hörte immer nur: „I can’t give you anything but love, baby“, und etwas stimmte mit dem Licht nicht, und auf der Platte war ein Kratzer, der mit der Pünktlichkeit einer Uhr ein Ticken erzeugte, ein hässliches kurzes Knacken. Dann war der kurze lichte Moment zu Ende, die Welt rutschte in ein frostkaltes mitternachtdunkles Chaos zurück, das nur den Vorteil hatte, ohne ihn stattzufinden, die Platte wurde noch ein paar Mal gespielt, ein paar Mal schwankte „I can’t give you anything but love, baby“ durch den Hotelflur, tick tick tick tick tick über die dicken Teppiche, mancher Vorübergehende wandte sich erstaunt um, und Lars ließ sich aufs Sofa fallen, neben Barbara, erschöpft und den Tränen nahe.

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