… ist Schweigen
September 29th, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar
Klar, sicher, früher, na ja. Ab und an, ja, klar. Da hat man sich etwas ausgedacht, dann setzte man sich an seine Tastatur und tippte das mit possierlicher Ergriffenheit da rein, in die Tastatur, was man sich ausgedacht hatte. Und auf dem Bildschirm erschien ein Geflimmer, das sich zu Buchstabensinn verdichtete, wenn man lange genug auf den Bildschirm starrte. Wenn man das Geflimmer fixierte, mit gerunzelten, angestrengten Brauen. Dann war da ein Sinn – was auch immer DAS nun wieder bedeuten mag!
Aber mit jedem Absprung eines Fingerchens von einer Taste wurde es im Grunde schwieriger, vor sich selbst den Glauben an die Zweckmäßigkeit dieses Tippens und Fingerhüpfens aufrecht zu erhalten. Wer braucht das denn, sag mal? Liest das überhaupt einer?
Die Antwort ist: Halb, halb. Eine Zeitlang kann es einem passieren, dass, was man tippt, wirklich gelesen wird. Überflogen. Gecheckt. Dann aber, nur zu bald, geht die Sonne des Interesses wieder unter am Horizont des Überangebots. Und der Rest …