Postsokratischer Dialog über den Blogo
Oktober 1st, 2010 § 1 Kommentar
„Ich meine, hey, ja, er IST süß. Aber weißt du, er ist so, oooh … ich meine, er liest BÜCHER und so Sachen.“
„Bücher?“ Trixi war echt fassungslos. „Wo bekommt er die denn her?“
„Ich weiß nicht, er bestellt sie im Internet, und manchmal geht er auch in die Stadt und …“
„Und kommt mit einem BUCH zurück?“
„Ja, Trixi. JA! Ist das nicht …“
„Das ist weird, Mann! Aber echt!“
„Oh, Mann, ja. Ich bin froh, dass du mich verstehst, Trixi. Ich meine, wen hab ich denn schon groß, mit dem ich darüber reden kann? Meine Mutter … ich will nichts Hässliches über sie sagen, immerhin ist sie meine Mom. Aber meine Mutter kann wirklich nicht weiter denken als bis zu ihrer verdammten SCHEIDE!“
„Ihre Scheide?“ Trixi hörte auf, in ihrem Milchshake zu blubbern. „Was ist damit?“
„Ja, sie hat da so einen Pilz …“
„Echt? Iiiihh!“
„Ja, abartig, oder?“
„Seit wann denn?“
„Seit sie mit meinem Tennislehrer fickt.“
„Damit muss sie doch aber unbedingt zu einem ARZT gehen!“
„Sag ihr das mal.“ Babette ließ die Schultern hängen. „Sie ist so DUMM!“
Trixi beugte sich vor: „Hast DU wenigstens aufgehört, den Tennislehrer zu ficken? Ich meine, nicht, dass du dir auch diesen Pilz …“
„Himmel, nein, wo denkst du hin? Ficken? Ich meine, das ist ein SCHWARZER!“
„Henry ist ein SCHWARZER? Das hast du mir nie erzählt, Babette!“
„Wieso? Spielt das denn eine Rolle?“
„Natürlich nicht. Aber man will doch wissen, ob es ein SCHWARZER ist … immerhin sind wir auf Facebook befreundet.“
„Man kann sich über Facebook keinen Scheidenpilz holen, Trixi.“
„Natürlich nicht … aber du weißt, was ich meine.“
„Hast du ihn angemacht?“
„Ich meine, man sieht auf seinem Profilfoto nur seinen verdammten SCHLÄGER …“
„Ja, hätte er seinen SCHWANZ zeigen sollen?“
„Oh, Babette, BITTE! Hör doch auf!“
Are they doing their master’s in sociology? It would be nice to hear them on post structuralism and Derrida and the future of Western metaphysics.