Baby, we were born to write!
Oktober 14th, 2010 § 1 Kommentar
Man kann’s ja nicht planen, das Schreiben. Das Texten kann man planen, das Schreiben nicht. Das Schreiben sollten wir als eine Gabe betrachten, wie Heinz von Foerster vorschlug. Es kommt, oder es kommt nicht. Jedenfalls kommt es aus dem grenzenlosen Nichtwissen in uns. Es ist nicht erzwingbar, nicht herstellbar. Es schreibt sich aus uns heraus, das Schreiben; wenn es sich hingegen heraus SCHRAUBT, dann ist es Schrott, dann ist es nur Texterei. Das Schreiben ist auf innere Notwendigkeit angewiesen, die sich nicht erklären lässt. Gerade dass man keine Ahnung hat, wohin das Schreiben sich schwingt, macht seine Stärke, seine Bedeutung aus.
Wenn es etwas zu grob ausfällt, dann gibt es dafür gute Gründe. Diese toppen in jedem Fall die Rücksichtnahme auf die Erwartungen des Lesers an Literatur (zart im Ton; glatter, geschmeidiger Satzbau; gediegenes Vokabular).
Wie sollte das Schreiben zart sein, wenn es permanent aufs harte Pflaster gedroschen wird in der Wirklichkeit?
Clever ist das nicht, marktfähig nur unter den besonderen Umständen des Literaturbetriebs. Der hat dann wieder seine ganz eigenen Härten.
Ich weiß ja auch nicht … ach, Mensch, ich weiß ja auch nicht!
Man kann’s ja nicht planen, das Schreiben. Das Texten kann man planen, das Schreiben nicht. Das Schreiben sollten wir als eine Gabe betrachten, wie Heinz von Foerster vorschlug. Es kommt, oder es kommt nicht. Jedenfalls kommt es aus dem grenzenlosen Nichtwissen in uns. Es ist nicht erzwingbar, nicht herstellbar. Es schreibt sich aus uns heraus, das Schreiben; wenn es sich hingegen heraus SCHRAUBT, dann ist es Schrott, dann ist es nur Texterei. Das Schreiben ist auf innere Notwendigkeit angewiesen, die sich nicht erklären lässt. Gerade dass man keine Ahnung hat, wohin das Schreiben sich schwingt, macht seine Stärke, seine Bedeutung aus.
Unterschreibe ich (mit der einzigen Ausnahme, dass ich das Herausschrauben noch nicht ganz verstehe – was meinst Du? Etwas wie erzwungenes Schreiben?).
Aber ist das bei allen so, oder wieder “nur” eine romantische Sicht? Ist das notwendig Niedergeschriebene nicht erst das Ausgangsmaterial, das überarbeitet wird (wobei natürlich auch die Überarbeitung notwendig sein kann)?