Energiepolitikersprech im Facebookformat
November 14th, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar
Ob jemand, der mich auf Facebook vorbeiflitzen sieht, weil ich nur mal kurz checken will, ob Martin mir endlich auf meine Frage bezüglich des gelungenen oder misslungenen Leseabends geantwortet hat, mein Vorbeiflitzen übelnimmt in dem Sinne, dass ich nicht länger auf der Facebookseite verweile, weil ich eben voll im Flitzen bin und den Schwung ausnutzen will – das ist eine Frage, auf deren Erörterung ich mich jetzt lieber nicht einlasse, weil das wieder so viel Energie, die ich ja nun wahrlich sinnvoller einsetzen könnte, von diesen sinnvolleren Themen abzieht, so dass meine Position noch weiter geschwächt … wobei ich da gerade merke, dass ich wie ein verdammtes AKW klinge, oder wie der Betreiber eines Kernkraftwerks, zumindest. « Den Rest dieses Eintrags lesen »
Tod des Autos
November 14th, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar
- Hihihi.
- Du bist drauf. Mann, bist du drauf!
- Pst.
- Wieso „Pst“? Wer soll uns denn hier hören?
- Mann. Wenn’s nur nicht so pissen würde …
- Du musst pissen, oder was?
- Pass auf, ich piss auf die Autos runter, hihihi …
- Quatsch! Steck den wieder ein! Damit warnst du sie doch nur.
- Dann rücken noch die Bullen hier an, und die Chance ist vertan!
- Die Nacht der Nächte. « Den Rest dieses Eintrags lesen »
Die Welt als Brille und Verstellung
November 12th, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar
- Ich seh halt nicht so gut. Wie soll ich’s erklären? Alles hängt irgendwie schief.
- Wie ein Bild, das schief aufgehängt wurde an der Wand?
- Ja.
- Das kann nicht sein.
Der Optiker steht auf und geht einfach weg. Wortlos. Im Hintergrund des Ladens sehe ich ihn ein paar wütende Worte mit einem Kollegen wechseln; dann kommt dieser zu mir herübergeschlendert.
Er ist groß und freundlich und setzt die Füße voreinander wie ein Model.
- Hi. Ich bin Mike.
- Hallo. Ich bin Bob.
- Bob. Schön, dass Sie sich für Optik Käse entschieden haben. Sie haben ein Problem mit Ihrem Gestell? « Den Rest dieses Eintrags lesen »
Modell
November 12th, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar
„Warum entfernt sich das Denken so schwer von dem, was es weiß? Das ist das ewige Rätsel.“ Georg Baur, Agenturchef von Baur’n’Feind, blickt nachdenklich aus dem Fenster. Zwischen seinen Fingern hält er das Plastikmodell eines Kunststoffmoleküls. „Perfekte Redundanz“, sagt er und wirft mir das Modell zu.
Ich kann es nicht fangen, es fällt auf den Boden. « Den Rest dieses Eintrags lesen »
King Tzu
November 12th, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar
- Mann! Ich find den Typen unheimlich!
- Keine Panik. Der ist harmlos. Das ist kein echtes Schwert, garantiert nicht.
- Aber wie kommt überhaupt einer auf die Idee, so ein Ding zu tragen? Da muss man doch schon ne Macke haben.
- Der ist halt Schauspieler. Vielleicht muss er als nächstes einen Samurai spielen, in irgendeinem Film?
- Das ist dieses berühmte „method acting“, oder was?
- Weiß ich das? Auf jeden Fall ist der Arsch stinkreich. Und darum sind wir ja auch … « Den Rest dieses Eintrags lesen »
Der Stoff, aus dem heute die Wirklichkeit ist
November 11th, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar
Merkel legt sich mit Obama an. Schafft die „erste Dicke“ es in die Finalphase von „Popstars“? Es ist vorbei mit der Geschlossenheit der 20 wichtigsten Wirtschaftsmächte. „Ich wollte ihn fertig machen“: Doku enthüllt Streits bei Take That. Eklat bei Kachelmann-Prozess: dpa-Reporter festgenommen, Hooligans schlagen Fußballreporter vor laufender Kamera, Schwiegereltern gefoltert und ausgeraubt. Siemens beeindruckt mit Rekordergebnis. Inflation beutelt Chinas arme Massen. Krise weg, Steuern rauf. Südkorea steckt australische Premierministerin ins Dirndl. « Den Rest dieses Eintrags lesen »
Sinnspruch
November 10th, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar
Die Wissenschaftler entzauberten die Welt,
Und die Marketingleiter bringen die Magie jetzt zurück « Den Rest dieses Eintrags lesen »
Text. Korpus.
November 10th, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar
Die Öffnung von Schillers Leichnam
Erbrachte grausigen Befund:
Alle Organe zersetzt, wie von zehrender Krankheit.
Ist doch klar, Morbus Poeticus hat ihn zerfleischt
Von innen. Er starb, den fauligen Apfel in der Hand,
Den Gänsekiel hinters Ohr geklemmt.
Sauber gebunden steht er heute direkt vor « Den Rest dieses Eintrags lesen »