Weihnachten verweht
Dezember 27th, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar
Alles klar, das Fest war vorbei. Wir packten unseren ganzen Kram (immerhin drei Kinder, eines davon seit Tagen besoffen) in ein Taxi und riefen: „Zum Flughafen, Chef! Aber dalli!“
Der Taxifahrer, ein Marokkaner, der ziemlich bekifft rüber kam („Sorry, Meister, hab echt einen üblen Tag gehabt!“), knallte erst mal gegen ein paar parkende Autos, als er seinen ollen Benz aus der Einfahrt wuchtete. Seitenspiegel wirbelten in hohem Bogen in Vorgärten, Schneemänner grinsten dazu aus steinernen Mündern. Hinter Spitzenstores fielen überneugierige Hausfrauen in Ohnmacht. « Den Rest dieses Eintrags lesen »
Jahresrückblick
Dezember 21st, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar
Liebe Leser,
unfassbar, aber schon wieder geht ein Jahr vorüber! War es ein gutes? Der eine wird diese Frage so, der andere so beantworten. Der eine wird sagen: „Du lieber Himmel, nein!“, der andere wird erst mal eine Weile in der Nase bohren, um dann mit einem „Geht so“ aufzutrumpfen.
Es ist halt primär Einstellungssache.
Betrachten wir die Fakten: Im Golf von Mexiko wurde von BP fleißig weiter am Weltuntergang geschraubt, die jüngsten Reaktionen aus Pjöngjang und Teheran gehen auch eher in diese Richtung. « Den Rest dieses Eintrags lesen »
Ockham, lass das Messer stecken!
Dezember 21st, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar
- Jedenfalls, ich träumte von diesem Roman, wie man von der Erlösung träumt. Und genau da lag das Dilemma: Wollen wir wirklich erlöst werden? Ist die Erlösung nicht auch das ENDE? So unerträglich unsere Realität auch sein mag – etwas in uns, paradox, aber zäh, klammert sich daran. Wir ziehen in jedem Fall das Elend dem Nichts vor – es sei denn, das Elend selbst rage schon ins Nichts hinüber … aber so weit war ich offenbar damals noch nicht.
- Du meinst, sagt Georg vorsichtig, der Roman war für dich so etwas wie ein Selbstmord? Ich meine, in ideeller Hinsicht?
- Das Ende, zumindest, einer bestimmten Lebensform, ja. Ein Neuanfang, eine Summe, ein radikaler Schlussstrich. « Den Rest dieses Eintrags lesen »
Schatten aus Halogen
Dezember 20th, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar
Ich erinnere mich, dass ich gerne poetisch gewesen wäre. Wie ein Gedicht. Wie der Schmerz junger, schöner Mädchen. Bei mir hat’s aber immer nur für eine Sottise gereicht, für einen dreckigen Scherz und eine Dose voll Bier. Schicksal. Von Sternen habe ich keinen blassen Schimmer, in meinem Leben kommt nicht viel vom astralen Milieu vor. Ab und an eine Befreundung für eine Science-Fiction-Geschichte, vielleicht, aber meist nicht mal das. Ich schieße nicht auf Champagnerfontänen die Stratosphärenkrümmung entlang, Engel kommen mich auch nur höchst unregelmäßig besuchen. « Den Rest dieses Eintrags lesen »
Die Idee, unter dem bahnbrechenden …
Dezember 20th, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar
… Pseudonym „Blogozentriker“ zu publizieren, entstand aus der Not heraus. Oder sagen wir … ja, wie sagen wir’s? Man macht sich ja nicht so viele Gedanken, bevor man so eine Laufbahn einschlägt. Man wird hineingedrängt, verstehen Sie? Und plötzlich befindet man sich in einer Sackgasse, ist eingeklemmt, eingezwängt von Notwendigkeiten. Die Fülle der Möglichkeiten ist auf ein paar Krümel in der Tasche zusammengeschrumpft, und bitte, jetzt sind Sie erwachsen.
Also, wenn z. B. einer dieser Verlage, in denen ich mich hochzudienen versucht habe, gesagt hätte, eines Tages: „Werd doch Lektor bei uns!“ — eventuell hätte es den Blogozentriker dann nie gegeben. « Den Rest dieses Eintrags lesen »
Das Label ist die Soße
Dezember 17th, 2010 § 1 Kommentar
- Hallo, Bob! Na, wie geht’s? Alles klar?
- Wir kennen uns?
- Aber ja! Sie erinnern sich doch – Bill! Bill Fabian!
- Ach. Fabian.* Sicher, ja.
- Was machen Sie hier, Bob? An einem Samstagvormittag?
- Wie sehe ich denn aus?
- Na ja, riesiger weißer Bart, rot geschminkte Bäckchen, rote Mütze mit weißem Bommel, rotes Wams … « Den Rest dieses Eintrags lesen »
Kunst, richtig betrachtet
Dezember 17th, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar
- Das Beste an Kunstwerken. Mir fiel das auf, als ich mir im Internet Bilder der Gagosian Gallery angesehen habe. Hier, siehst du?

- Okay, ja, was? Was soll ich sehen?
- Schau mal genau hin.
- Hm … worauf willst du hinaus? « Den Rest dieses Eintrags lesen »
Krippenspiele
Dezember 17th, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar
- Du könntest deinem Bruder helfen, den Weihnachtsbaum zu schmücken.
- Was?
- Hilf doch deinem Bruder mal, den …
- Den Teufel werd ich tun. Ich les lieber die „Brüder Karamasow“.
- Ach, aber dein Bruder könnte wirklich …
- Der schafft das schon. Er ist ja keine zwanzig mehr.
- Seit dem Frühstück sitzt du schon da in dem Sessel und rührst dich nicht.
- Ja, und? « Den Rest dieses Eintrags lesen »
Liebesspiel
Dezember 16th, 2010 § 2 Kommentare
- Nimmst du denn gar nichts ernst?
- Wieso? Was meinst du?
- Na, weil du immer alles ins Lächerliche ziehst … immer alles ironisierst! Manchmal frage ich mich, ob du dich über mich auch dauernd lustig machst, hinter meinem Rücken.
- Ach, Sophia, jetzt hör aber mal …
- Nein, ist doch so! « Den Rest dieses Eintrags lesen »
frau-kolossa.de
Dezember 15th, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar
- Und denen glaubst du, oder was?
- Ja, klar! Wenn die das anpreisen. Hier: „Buchempfehlung der Woche“!
- Das ist doch Werbescheiße.
- Aber die haben Ahnung! Das sieht man doch, wenn man deren Seite … hier. WWF. Pandabären. Alles da, auch grünes Bewusstsein.
- „Frau Kolossa“? « Den Rest dieses Eintrags lesen »