Neulich, auf der Agora, oder: Tò klátschon
Januar 13th, 2011 § Hinterlasse einen Kommentar
- In Syrakus sollen ja auch einige dubiose Dinge abgelaufen sein …
- Wer, der auf einem Königsthron sitzt, sieht schon ein, dass er besser Philosoph sein sollte? Oder seinen Platz für einen solchen räumen, o Freund? Das hört keiner gern, der an der Macht ist.
- Auch in seiner sogenannten „Akademie“ ist ja wohl nicht alles ganz koscher!
- Nun, wenn man einen Lehrer hat, der wegen Asebie und Verachtung für die Gesetze der Polis hingerichtet wird …
- … und wenn man vorzügliche Kontakte zu südländischen Tyrannen unterhält …
- Bitte, o Freunde! Vergesst mir dieses mehr als suspekte Penchant für seinen lispelnden Schüler nicht, für den geckenhaften aufs Beste Zielenden!
- Hätten wir ihn damals nur nicht aus der Sklaverei freigekauft …
- Aber das eigentliche Problem ist doch wohl, dass er von Geometrie keine Ahnung hat!
- Ja, dafür ist er einfach zu oft breit.
- Wie sein Lehrer ja auch.
- Gut, aber wenigstens ist er nicht ganz so hässlich.
- Seiner Liebe zu Gastmählern hat er ja ein literarisches Denkmal gesetzt.
- Gespickt mit hochtrabenden Philosophemen, wie alle seine Schriften!
- Warum muss jeder dahergelaufene Gaukler heute in der Kunst des geistvollen Dialogs glänzen wollen? Stünde einem wie ihm nicht Bescheidenheit ganz gut zu Gesicht?
- Und dieses grässliche Griechisch, das er schreibt! „Zwar gewiss nämlich doch scheint es aber so zu sein.“ Ginge es nicht kürzer mit: „Ja!“?
- Lachhaft. Als wäre sein Lehrmeister nicht ein Freund der klaren Ansagen gewesen …
- Ein zynischer Aufwiegler und Störenfried!
- Der Apfel fällt nicht weit vom Baum.
- Wäre unser Freund mathematisch beschlagener, müsste er uns nicht mit seinen dialektischen Dialogen zusetzen …
- Was erwartet ihr von einem, der verwandtschaftliche Beziehungen zum oligarchischen Terrorregime unterhält?
- Und zu Apoll!
- Das zwar ist gewiss!
- Haha!
- Hahaha!