Mönche und Kiege
April 8th, 2011 § Hinterlasse einen Kommentar
Die Zukunft, ja, das ist meine These. Ich hab ja diese These. Die Menschheit wird in zwei Menschenarten, in zwei Gruppen zerfallen. Da sind die Kiege …
Die was?
Die Kiege.
Kiege?
Ja, die Kiege. Die Kieg führen.
Die KRIEGER!
Ja, Kiege. « Den Rest dieses Eintrags lesen »
Füllmaterial aus der Füllerspitze
April 8th, 2011 § Hinterlasse einen Kommentar
Die Redaktion des Blogozentrikers hat sich zu einem dramatischen Schritt entschlossen.
Wir können, so Bob Macha in einer Pinkelpause zu sich selbst, einfach nicht so weitermachen, als wäre nichts gewesen. Als hätte es Fukushima nicht gegeben. Als wären am AKW immer nur die anderen schuld. Wir müssen uns an die eigene Nase fassen, dachte Bob, ein paar Tröpfchen abschüttelnd. Wir sollten uns ganz konkret überlegen, ob wir uns nicht ausklinken aus dem E-Age. Er warf sein zerknülltes Papierhandtuch in den vorgesehenen großmäuligen Behälter und zeigte sich selbst im Spiegel die Zähne. « Den Rest dieses Eintrags lesen »
Kleiner Wortwitz, haha
April 7th, 2011 § Hinterlasse einen Kommentar
- Ah, Bob!
- Tilmann! Hi! Na?
- Na, wieder gesund?
- ?
- Du warst doch krank?
- Du meinst, in dem Sinne, dass …
- Oder nicht? « Den Rest dieses Eintrags lesen »
Theater, heute
April 7th, 2011 § Hinterlasse einen Kommentar
- Und, Herr Macha? Was denken Sie, was für ein Theater sollten wir machen?
- Tja, ich wär ja für ein Glatzentheater. Wo’s hier doch so viele Glatzen gibt, in Rostock.
- Gut. Find ich gut. Hinzuweisen auf die braune Gefahr …
- Nee, nee. Ich mein eher so ein Theater, in dem auch eine Glatze sich wohlfühlt mit ihrem IQ von 80.
- Bitte? « Den Rest dieses Eintrags lesen »
„Heimat“ reimt sich auf „Schmerz“
April 6th, 2011 § Hinterlasse einen Kommentar
Ich wuchs wohl auf in Hemmingen.
Erinner mich nicht. Gern.
Dagegen ist selbst Memmingen
New York. Und Trost ist fern.
Dafür viel Prost. Man muss ja saufen,
Der Fußballplatz so schrecklich leer.
Im Vollrausch dann nach Hause laufen … « Den Rest dieses Eintrags lesen »
Blur Room
April 6th, 2011 § Hinterlasse einen Kommentar
Hier, schau mal. Können wir das nich vielleicht nen Tick größer …
Ich weiß nicht.
Nur n bisschen?
Hm.
Oder dass das hier mehr rausknallt. Oder? Was meinst du?
Ja …
Ich mach hier mal mit meinem schönen dicken schwarzen Stift einen Kreis drum. Okay? Hier, und gleich noch einen.
Wozu das denn? « Den Rest dieses Eintrags lesen »
Irgendwo in den Kulissen …
April 6th, 2011 § Hinterlasse einen Kommentar
… sank die Sonne unter den Rand des Erdenrunds. Dieses machte, von „Daisy’s Diner“ mitten in der Prärie aus betrachtet, allerdings einen ärgerlich flachen Eindruck, und Georg entfaltete auf das Zeichen des Regisseurs hin einen Zettel.
Einer der Leser des Blogozentrikers hat uns geschrieben, sagte er im bekannten ruhigen Georg-Tonfall. Erst verleiht er seiner Ablehnung der Band „Wir sind Helden“ Ausdruck. Dann fügt er hinzu: „Judith Holofernes (seichter seichter sumseseichter Witz, wiwiwirklich.)“
Aha.
Ich verstehe das so, dass er den Namen „Judith Holofernes“ bescheuert findet.
Tatsächlich? « Den Rest dieses Eintrags lesen »
Anti-Einstein aus der Edda
April 5th, 2011 § Hinterlasse einen Kommentar
Ein Eil-Auftrag: Wir sollten einen knapp 20-minütigen Film machen über Hanns Hörbigers Welt-Eis-Theorie. Plötzlich, über Nacht, war das lang erwartete „Go!“ von unserem Auftraggeber gekommen, und dann musste alles wahnsinnig schnell gehen. Das grüne Licht war für uns insofern ein Segen, als wir unverantwortlich hohe Summen von dctp (Development Comany for Television Program) als Vorschuss schon eingesteckt hatten – und gleich wieder ausgegeben. Für lauter Bullshit, natürlich.
Der verantwortliche Redakteur auf unserer Seite war Roland Kühl. Roland hatte das Projekt entwickelt, angeschoben und mit unermüdlichem intellektuellen Input und Aplomb zur Marktreife gebracht.
Allerdings steckte Roland ausgerechnet jetzt im ICE, und der ICE steckte auf einem Streckenabschnitt irgendwo in der Eifel fest. « Den Rest dieses Eintrags lesen »
Posttheatrales Drama
April 4th, 2011 § Hinterlasse einen Kommentar
Ein Aufruf auf Facebook, eine Bitte zur Solidarisierung gegen die drohende Kernschmelze in Japan … innerhalb weniger halber Stunden hatten wir mehrere Millionen Followers, so was hat’s noch nie gegeben. Das war ein Tsunami der Zustimmung, der da … ups, nicht besonders glücklich gewählt, die Formulierung, merke ich gerade. Also, eine überwältigende Zustimmung, sagen wir mal so. Beispiellos, gigantisch, astronomisch. Da merkte man: Das bewegt die Menschen! Noch mehr als damals die Stuttgart 21-Geschichte. Das war ja mehr so gekränkter Bürgerstolz, ein bisschen das Sitzfleisch in Bewegung gebracht. Eine Reminiszenz an die Gorleben-Wut, ein Flashback des Pershing-Fiebers. Aber hier war eben der Mensch in einem betroffen. Man ist ja doch auch Mensch. « Den Rest dieses Eintrags lesen »
Verunglückung einer Skizze
April 4th, 2011 § Hinterlasse einen Kommentar
Man glaubt es kaum, doch von der vollständigen Überflüssigkeit seiner Existenz seine Umwelt zu überzeugen, war für Robbo von Saalfeldt die allerleichteste Übung. Das ging von allein. Ein Air von Nutzlosigkeit umgab unseren Antihelden wie etwa einen Pariser Modemacher der Duft eines sündhaft teuren Parfüms, mit dem er sich aus Prestigegründen in regelmäßigen, den Anlässen angemessenen Abständen einsprüht. Doch Robbos Eigenschaftslosigkeit war angeboren, nicht antrainiert. Bei manchem Zeitgenossen rief die von Saalfeldt’sche Qualität, unverkennbar eine quantité négligeable zu sein, ein ärgerliches oder verzweifeltes Stirnrunzeln hervor. « Den Rest dieses Eintrags lesen »