Voice-off-Bob

Mai 11th, 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Als auch Georg Bob schließlich darauf ansprach, dass seine Stimme sich zu einem kneipenuntauglichen Flüstern verdünnt habe, begriff der alte Schmähhans endlich den Ernst der Lage. Natürlich leistete der Dämon der Uneinsichtigkeit geraume Zeit erbittert Widerstand usw. Um’s kurz zu machen: Bob suchte nach ein paar Tagen den Arzt seines Vertrauens auf.
Doc Spielvogel ließ sich als erstes unter Zuhilfenahme eines tintengefüllten Schreibgeräts in peinigender Genauigkeit die Symptome beschreiben, dann legte er seine Fingerspitzen aneinander und brachte seine Lippen in die Form des Mundstücks einer hölzernen Blockflöte:
- Lassen Sie mich eine ketzerische Frage stellen, Bob: Wozu braucht einer eine Stimme, der von sich behauptet, er habe niemandem mehr etwas zu sagen?
Bob zog die Brauen zusammen. Er beugte sich vor und schrieb auf den von der Pharmaindustrie subventionierten Notizblock auf Doc Spielvogels Schreibtisch:
VERDAMMT, ICH HAB IHNEN DOCH GESAGT, ES KOMMT DAHER, DASS ICH ZU VIEL SCHEISSE GEFRESSEN HABE!
Doc Spielvogel überflog Bobs Gekrakel, dann lachte er aus vollem Halse:
- Bob, Sie sind wirklich der köstlichste Psychosomatiker, der mir je untergekommen ist.

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