Sie furzt beim Lecken
Mai 26th, 2011 § 2 Kommentare
War das Verzweiflung? Jedenfalls grub er die Finger krampfartig in seine Haare. Wie konnte denn nur immer, immer wieder dieses ganze Perversenvolk auf seinem Blog landen? Weil er einmal, aus Jux, nachgebend einem ihm unbekannten Verlangen, einen Post genannt hatte: “Beim Arschlecken schön furzen”. Und seitdem verging buchstäblich kein Tag, da nicht ein von Flatulenz Besessener sein kleines literarisches Eiland, seinen kulturellen hortus conclusus heimsuchte mit dem Wunsch, etwas über Fürze in für den Leckvorgang geöffnete Münder zu erfahren. Es war ja nicht mal so sehr die Ekelhaftigkeit des Vorgangs, die ihn deprimierte, als die Ekelhaftigkeit solcher Wissbegierde. Man kann das ja alles machen. Sich gegenseitig Fürze und Würze überall hineintun. Warum denn nicht? Wo ein Mund war, ließ sich auch etwas auftreiben, das zu schlucken war. Aber muss man darüber zum Literaturwissenschaftler werden? Noch so tun, als fesselten einen Sätze, wo man doch nur dem Entsetzen hinterherspäht? Das fragte er sich, seine Unterhose abstreifend. Wir alle sind dem Körper untertan. Soraya spreizte die Schenkel, er ließ sich, die Hände auf den samtigen Innenseiten, dazwischen gleiten. Wir alle furzen, knarzen, dünsten und scheißen, dachte er. So sind wir, das ist unsere Natur. Dann fuhr er die Zunge aus. Doch bevor er sie eintauchte in den vertraut modrig-maritim riechenden Blütenkelch, hob er seine Brust. Er schaute in die schläfrigen Augen der Geliebten, deren Lippen ein extrem geiles Lächeln umspielte. Aber nicht, dass du wieder losfurzt, sagte er, strenger, als er beabsichtigt hatte.
Das ist echt Scheiße!
Zumindest schmeckt es ein bisschen danach, oder?