Perfektes Ende
Juli 6th, 2011 § 1 Kommentar
So richtig konnte er den Sinn nicht mehr erkennen. Die Dinge liefen ja ganz flott, das nahm alles seinen Lauf, und der war, wenn dann und wann auch mal krumm, insgesamt doch eine straighte Sache. Manche hatten den Hut vor ihm gezogen. Und bevor der letzte Vorhang fiel, dachte er, sollte er den Abgang machen. Den Beifall einsacken. Die meisten machten den Fehler, den Hals nicht voll genug bekommen zu können. Sie dachten, die Gunst des Publikums wäre ebenfalls im Abo zu haben. So war’s aber nicht. Im Abo gab’s nur Unwägbarkeiten. Im Abo gab’s Aufführungen, die zu 80 Prozent in die Hose gingen. Klar, blieben die 20 Prozent. An die sollte man sich halten. Aber er war doch enttäuscht davon, dass am Ende alles stochastisch war. Selbst wenn du alles richtig machtest, stand auf der anderen Seite doch jemand, der es falsch verstand. Es gab einfach keine Garantien. Die einzige Garantie, die es gab, war die Garantie, dass dir früher oder später einer ins Gesicht spucken würde.
Phorky erhob sich. Er schwang die Beine über den Bettrand. In seinem Kopf steckte etwas Pelziges, Zähes. Er dachte, dass er beinahe ein glücklicher Mann hätte sein können. Um ein Haar.
Keine Suppe mehr löffeln, Phorky! Dann klappt’s bestimmt!