Sartre kam nur bis Mainz
Juli 2nd, 2011 § Hinterlasse einen Kommentar
Diese Gelegenheit müsse man nutzen, meint Nils Budde. Womöglich sei es das letzte Mal – Nils Budde zieht an seiner Zigarette, legt die Pranken zurück auf seine Knie – das letzte Mal, dass sich diese Gelegenheit biete. Gelegenheit, fragt der Interviewer. Ja, Gelegenheit einer Revolution, bestätigt Nils Budde. Budde zieht wieder an der Zigarette. Es ist die fünfte, die er sich angesteckt hat während des Interviews. Er ist weder vergnügt noch betrübt. Wie ein Orakel bringt er seine Sätze vor. Budde gilt vielen als der letzte ernst zu nehmende Repräsentant zeitgenössischen deutschen Denkens; einen „Sartre von Mainz“ hat ihn einer dieser unseligen Dummköpfe, die unbegreiflicherweise immer Einlass in einflussreiche Feuilletonredaktionen finden, genannt. « Den Rest dieses Eintrags lesen »
Take 5 (+ 20)
Juli 1st, 2011 § 5 Kommentare
Ausgerechnet diese beiden Vögel!
Georg regte sich furchtbar auf, aber die Praktikanten Morris und Olaf verzogen keine Miene. Stur liefen sie weiter den Flur des Blogozentrikers hinab, 82. Stock im Cyclops Media Tower, südwestliche Richtung auf Auslegeware Schlinge Anthrazit. Sie waren voll von dem krampfhaften Bemühen in Anspruch genommen, nicht in die Kamera zu blicken.
Wie konnte Bob nur metezilometer, nein, metephyisognoma, nein, metedings, metepsychodilemma … wie auch immer der Knabe heißt, wie konnte Bob ihn und diesen Phorky als seine Nachlassverwalter bestimmen? Und warum, wenn mir das bitte mal einer erklärt — Georg blieb stehen, was die beiden Praktikanten veranlasste, ebenfalls stehen zu bleiben, mit hyperkonzentriertem, beinahe flehentlichem Blick, weil sie diese Einstellung jetzt bitte nicht auch noch zum 25. Mal abdrehen wollten …
Sie können sich, verehrter Leser, liebe Leserin, sicher lebhaft vorstellen, wie oft Georg bereits die Textpassage „metezilometer, nein, metephyisognoma, nein, metedings, metepsychodilemma“ in den letzten Stunden verhauen hatte. « Den Rest dieses Eintrags lesen »