- … und hat mich gezwungen, das zu lesen.
August 31st, 2011 § Hinterlasse einen Kommentar
- Seinen Roman?
- Roman? Ha! Das war irgend so ein … Krampfhaft avantgardistische Scheiße. Das trifft’s wohl eher. 300 Seiten, fast.
- Und er hat dich bedroht, ja?
- Hat mir, hat mir eine Pistole unter die Nase gehalten!
- Vielleicht war’s ja nur eine Spielzeugpistole?
- Spielzeug?
- Na, eine Attrappe, meine ich?
- Ich weiß nicht. Hättest du Lust gehabt, es darauf ankommen zu lassen? « Den Rest dieses Eintrags lesen »
23. Februar 2011
August 30th, 2011 § Hinterlasse einen Kommentar
Im 255. Stock des n+2 Tower. Friedlich fließt die Spree tief unten in die Außenalster, und Bert „Big“ Bruder schnauft. Er packt seinen Gürtel und zieht ihn über seine Wampe hoch. Er könnte heulen – und zugleich mit den Fäusten auf seinen Schreibtisch trommeln. Natürlich erweckt es keine Begeisterung in ihm, dass seine Jungs schon wieder Mist gebaut haben. Und dann noch auf diesem Niveau! Man muss Sorgfalt walten lassen, wenn es sich um Angelegenheiten von staatstragender Bedeutung handelt … keine Frage.
Keine Frage, nein.
Hier haben wir uns etwas vorzuwerfen, denkt Bert „Big“ Bruder – oder nein, er sagt es, sagt es laut zu dem Doppelgänger, der ihn aus der Fensterscheibe vor ihm traurig und mit leisem Ekel anblickt. « Den Rest dieses Eintrags lesen »
Dreckschleuder aus Sternenstaub
August 30th, 2011 § 2 Kommentare
Ja, hier, jetzt, alles Dreck. Aber ursprünglich, ursprünglich kommen wir von den Sternen! Mag sein, wir sind Affen, aber aus dem Stoff, aus dem unsere Affigkeit gemacht ist, stellt man auch das Leuchtendste her, Sonnen. Oben, weit weg, erhaben, weit draußen in den schweigenden Weiten, wo noch Frieden herrscht … Diese amerikanische Physiker-Mystik ist doch reiner Schwachsinn! « Den Rest dieses Eintrags lesen »
Neuland
August 30th, 2011 § 2 Kommentare
- Ich habe eine große Sehnsucht in mir … eine riesengroße!
- Aber das ist doch wunderbar!
Bob klatschte begeistert seine flache Hand auf den Tisch. Der Funke sprang jedoch nicht über, jedenfalls nicht auf Georg:
- Nein … eben nicht.
Der junge Man zerknautschte furchtbar sein Gesicht, mit rein mimischen Mitteln. Mutlos ließ er sich auf einen Schemel sinken und starrte zum Fenster hinaus.
- Was fehlt denn? « Den Rest dieses Eintrags lesen »
Ca. 135 Zeichen
August 29th, 2011 § 6 Kommentare
- Warte mal. Hältst du das hier mal kurz, Georg, bitte …
- Was? Was tust du denn da?
Auf seinem Smartphone herumtippend, sagte Bob:
- Ich schick dir nur schnell ne SMS.
- Was?
- Ja, wegen dieser Charlotte-Roche-Sache. Einen Gedanken, der mir gerade eingefallen ist!
- Aber wieso schickst du mir eine SMS, Bob? « Den Rest dieses Eintrags lesen »
Kurzer Process
August 29th, 2011 § 1 Kommentar
War es ohne verleumderische Umtriebe erklärbar, dass Herr K., sogar dem eigenen Gefühle nach unbescholten, eines Morgens in seiner Wohnung verhaftet wurde? « Den Rest dieses Eintrags lesen »
Spoiler
August 28th, 2011 § Hinterlasse einen Kommentar
- Können Sie nicht …
- Nö.
- Sie wollen nichts von sich preisgeben?
- Na ja, was soll ich von mir preisgeben? Es ist gar nicht so, dass ich nicht prinzipiell kooperativ wäre. Ich will Ihnen Ihren Job ja auch nicht unnötig schwer machen. Aber da ist nichts, was jemanden interessieren könnte, das ist eher mein …
- Oh, bei entsprechender Beleuchtung …
- Denken Sie das nicht!
- Ich könnte halt etwas lesen, schlägt der Schriftsteller vor. « Den Rest dieses Eintrags lesen »
Gängeviertel
August 27th, 2011 § Hinterlasse einen Kommentar
- Aber was wär’s dir wert?
- Hey, ich hab echt nix. Ich bin …
- Du bist bettelarm?
- Ja, stimmt. Stimmt echt. Schau mal, meine Klamotten. Ich hab nix.
- Aber wenn du Geld hättest. Was würdst du dafür zahlen?
- Wenn ich richtig viel Geld hätte?
- Ja.
- Sag mal.
- Also, wenn ich richtig Asche in der Tasche hätte … « Den Rest dieses Eintrags lesen »
Metamorphose
August 27th, 2011 § 5 Kommentare
Die frühen Hervorbringungen. Natürlich reichlich parfümiert und peinlich, wie alle aus stammelnder Verehrung der Literatur geborenen Texte. Nicht schaum-, sondern sabbergeboren. Man hat seine Helden, und die muss man verraten … aber man will ihnen noch folgen, ein Weilchen wenigstens noch, bitte! So grausam kann das Leben doch nicht sein, dass man immerfort töten muss, was man liebt … Einem ist ja auch klar, dass das Mist ist, was man da schreibt, dass das noch nichts ist; nur hat es eben auch keinen Zweck, den Stift ins Korn zu werfen. Es wird von allein nicht kommen, das, was da fehlt. « Den Rest dieses Eintrags lesen »
Pathos, irreversibel
August 26th, 2011 § Hinterlasse einen Kommentar
Ach, Mäxchen, rief Rolf, ich habe soviel irregeleitetes Gefühl in mir! Ich will doch eigentlich bloß helfen. Und zugleich – zugleich will ich sie auch alle zerquetschen! Ihre dummen kleinen Hirne zermalmen … « Den Rest dieses Eintrags lesen »