Bob Macha tritt ab

August 16th, 2011 § 1 Kommentar

Bob Macha, eh schon sehr am Ende, verfettet, versoffen in der Provinz, will einen Roman schreiben, mit dem er das Genre zu Grabe trägt. Strich drunter, Kassensturz. Lassen Sie uns abschließend Joyce zitieren: The novel to end all novels … Das letzte Tabu, das Bob zu diesem Zweck brechen will: Kindersoldat sein in Afrika.
- Verstehst du, Georg? Ich erschoss meinen Vater, ich hab meine Mutter vergewaltigt …
- Bob!
- OK, schön. Meine Schwester. Ich hab meine Schwester vergewaltigt. Die Mutter hab ich aber auch erschossen, einverstanden?
- Das ist doch alles pervers …
- Genau. Pervers.
- Und du willst nach Afrika? « Den Rest dieses Eintrags lesen »

- Ich glaub’s ja nicht! Bob Macha!

August 16th, 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

- Sie kennen mich?
- Aber ja, natürlich kenne ich Sie!
- Da haben Sie mir einiges voraus.
- Wie meinen Sie das?
- Ich halte nicht viel von Meinungen. Kalte Drinks sind mir lieber.
- Ha! Ganz wie im Buch! Ihr Ruf eilt Ihnen voraus!
- Ich sollte wohl mal wieder duschen, was.
- Darf ich Ihnen einen ausgeben? « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Aber dann

August 15th, 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Als Bob Macha, gepinkelt habend, seine Hände wusch und dabei sein Gesicht im Herrenklospiegel betrachtete, sprang ihn hinterrücks die Empfindung an (doch woher? Woher? Er war ja allein!), dass man dieses Bild von ihm, wie er hier, halb verloren, halb freundlich in die Kamera schaute (wenn wir seine eigene Pupille mal als Aufnahmeapparat gelten lassen), auch sehr gut verwenden könnte als Schlussbild eines Films über sein Verschwinden « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Schlicht spricht’s Gedicht, schlichter spricht der Dichter

August 15th, 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Ich schrieb ein schönes Gedicht.
Und publizierte es dann nicht.
Das machte mich sehr froh – « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Letztes Treffen

August 11th, 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Würden Sie erst mal Ihre Füße vom Tisch nehmen?
Ich bin ein Regelbrecher!
Das sei Ihnen gegönnt. Trotzdem würde ich es begrüßen, wenn Sie Ihre Füße vom Tisch nähmen.
Marcel Vandervogel schaute Larry Gascoigne zweifelnd an. Er schaute seine Turnschuhe zweifelnd an. Dann schaute er wieder Gascoigne zweifelnd an.
Gascoigne schaute nicht zweifelnd. Er schaute nicht auf die Turnschuhe. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

New York, neulich, in einer Galerie

August 10th, 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

- Ohne die Erregung, ohne die Störung wird das ganz, ganz schwer, hörte ich Emma Webber, Larrys persönliche Assistentin, sagen. Wir müssen den Markt auf dem Siedepunkt halten, sonst erleben wir eine neue Eiszeit. Da sind wir in der Verantwortung. Es geht um das Schicksal der gesamten Kunstwelt! Zum Glück, schloss sie, gibt es Larry.
- Ende letzten Jahres hat Blobbinger sich dem Dionysischen zugewandt. Was für eine Volte! Er arbeitet an einer Nietzsche-Serie unter dem Arbeitstitel: DER LETZTE MENSCH.
- Den Schweizern ist alles zuzutrauen! Die haben alle einen eigenen Kopf.
- Seine Werke werden hauptsächlich von neureichen Ölsäufern gekauft. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Maskiert zwar, doch nicht länger anonym

August 9th, 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Ha! Hab ich dich endlich, du … Doch wie baff war ich, als ich plötzlich eine Maske in der Hand hielt statt der Kehle meines Gegners! Nur eine leere, luftig-leichte Larve hatte ich gepackt, wo ich auf den finalen Showdown, die ultimative Auseinandersetzung vorbereitet gewesen war … Können Sie sich meine Überraschung vorstellen? Sie können es bestimmt, wenn Sie erfahren, dass das Nächste, was ich sagte, als ich auf den Stofffetzen starrte, dieses hier war: Moment! Das ist ja gar nicht …
Mal ehrlich: Haben Sie je einen so lächerlichen Ausruf gehört? « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Die stille Gewissheit, dass jetzt noch so ein Text geschrieben sein will.

August 8th, 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Gar nicht, weil man selbst ein Verlangen nach Text hätte. Texte haben ja auch ihre unangenehmen Seiten – man wird dafür in die Haftung genommen, danach gefragt, oft genug sogar beurteilt nach ihnen. Besser, du lässt die Finger davon. Aber dann drängt sich so ein Text an dein Herz. Und fragt: Lässt du mich sein? Schenkst du mir etwas von deinem Sein (was auch immer das sein mag), damit ich eintreten darf ins Sein? « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Tulpoman/ifest

August 7th, 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

für Maximilian Löwenstein

Mir wurde langsam klar, dass sie mich ausgebootet hatten, die zwei. Während ich herumsaß und wartete, hatten sie sich sicher den dicken Fisch an Land gezogen. Ich hütete im Zimmer das kostbare Objekt der Begierde, und sie ließen auf den internationalen Tauschmärkten die Spekulation wilde Blüten treiben. Durch blassweiße Spitzenstores blickte ich ab und an hinaus auf leere Straßen.
Am Morgen manchmal quälte sich ein klappriges Mütterchen durch die Enge, unter Ächzen und Seufzen zum Markt. Das war aber auch schon das einzige Lebenszeichen – wenn dieser Ausdruck nicht schon zu hoch gegriffen ist. Um mir selbst ein Lebenszeichen zu geben, trank ich Schnaps. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Für Ideen würde ich töten

August 4th, 2011 § 1 Kommentar

Ihn als „skurriles Original“ zu bezeichnen, wie der „New Yorker“ es einst tat, wird der Sache nicht gerecht – so lautet das Fazit der Praktikantin Monika Muchel, die für den Blogozentriker in Worpswede ein Gespräch mit Georg Urba führte. „Er ist weit mehr als skurril, und er ist weit mehr als ein Original“, schwärmt Muchel noch im Rückblick von seiner „tiefen, samtigen Stimme“ und seinen „klaren dunklen Augen. Und die Brust – ganz behaart! Hmmm …“
Urba, ein John-Cage- Schüler, dessen 8 1/2-stündiges orchesterloses Konzert NO.TES von der Kritik mal als „erleuchtende Zen-Übung“, mal als „mühsames Waten durch tonnenschweres Schweigen“ bezeichnet wurde, trat in den letzten Monaten künstlerisch vor allem durch seine „Hammerperformances“ in Erscheinung: « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Wo bin ich?

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