„What’s it all about?“ Diese Frage muss man natürlich stellen, wenn man mal rein liest in den Blogozentriker, auch nur oberflächlich. „Sach ma, wat soll denn diese ganze Scheiße?“ So fragte mich, sehr unfreundlich, neulich ein Weinhändler aus Wuppertal. Können Sie sich denken, was ich geantwortet habe? Ich habe einfach einen Wein geordert, dann war die Sache klar. Das ist überhaupt mein Tipp: Machen Sie sich zum Kunden, dann werden Sie behandelt wie ein König! Dann hält man notfalls sogar Ihre Texte für Supi-Granate-Zeug. Für „richtig scharfe Ware, meine Güte“, sagte der Wuppertaler Weinreisende, nachdem ich ihm noch ein Kistchen Merlot abgenommen hatte, das sein Geld nun WIRKLICH nicht wert war, „Sie wissen, was gut ist, Blogo-San! Und ich finde richtig, richtig gut Ihren Text über ‚Affen beim Kacken’!“ – „Nu halt bloß die Fresse, Kurt“, gab ich trotzig zurück, auch leicht lallig wohl schon, nicht mehr ganz schwankfest, „und pack mir noch so ein Sixpack von diesem Abruzzen-Gesöff hier dazu …“ Und dann im Jaguar heim, den ganzen Kofferraum voller schwappender Prozente! Meine Güte. Das ist es, was das Leben ist als About.
Aha!
War das noch der Blogozentriker, oder schon der Designbrillenträger?
Immerhin, ihr macht aus euren Intentionen keinen Hehl, man sagt was man denkt, und die Truppe mit dem Dynamit und den Baggern ist wohl schon im Anrücken.
Aber ihr irrt euch, und jetzt bin ich mir doch wieder sicher, dass der Brillenmensch das schrieb (und nicht der Blogozentriker – es ist wirklich ein Jammer!), den der Blogozentriker wüsste, dass man die Moderne nicht so einfach abtragen kann – die Moderne mit den Mitteln der Moderne bekämpfen, das geht gar nicht, am Ende wäre man schizophren, also noch immer modern.
Außerdem brauchen wir sie, die Moderne, um unsere Hassliebe an ihr zu entfalten, um sie zu bejubeln und uns an ihr zu reiben, und… ach was rede ich denn, Sie hören mir sicher lägst nicht mehr zu.
Also, noch zum Abschluss: Sie werden scheitern, das ist gewiss, und darin modern bleiben, ein Aufklärer wider Willen.
Es grüßt der Grieche,
metepsilonema genannt.
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Liebe Roseville,
vielen Dank für Ihre überaus freundlichen Worte! Auch wenn mich die Heftigkeit Ihres Lobes insgesamt etwas überrascht, hat es doch, um es in Ihrer Sprache zu sagen, “made my day”. Etwas ging auf in meinem Herzen, als ich Ihr Kompliment las – war es eine Rose? Oder gar ein ganzes Roseville, eine blühende Rosenstadt voller verstunkener Klempner?
Beste Grüße,
Ihr
Blogozentriker
PS: Was um alles in der Welt aber ist das nur für eine “presentation”, wo Sie diese Art von “Information” verwenden können?
Blogo wird 4. Wie süß. Da erblüht die ToM…